Verbrannten / braunen Rasen retten – Ursachen, Test und Maßnahmen

Nach einer intensiven Hitzewelle kann unser Rasen braune Flecken bekommen oder sogar großflächig verbrennen. Aber machen Sie sich keine Sorgen – es gibt Mittel und Wege, Ihren Rasen wieder auf Vordermann zu bringen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Ihr Rasen verbrennt und was Sie tun können, um Ihren Rasen zu retten.

Ursachen: Warum verbrennt der Rasen?

Die Hauptursachen für verbrannten Rasen sind Hitze und Trockenheit, insbesondere wenn man dann nicht ausreichend zusätzlich bewässert. Rasenpflanzen haben nur eine begrenzte Fähigkeit zur Speicherung von Wasser und ihre Wurzeln sind oft sehr flach.

Verbrannter brauner Rasen retten

Auch ein zu kurz geschnittener Rasen führt zu einer schnelleren Austrocknung des Bodens, da die Halme die Erde nicht ausreichend beschatten, um eine direkte Verdunstung des Wassers zu verhindern. Es wird daher empfohlen, den Rasen nicht kürzer als 4 cm zu schneiden.

Vermeiden Sie Bewässerung während der Mittagssonne. Wassertropfen auf dem Halm wirken wie ein Brennglas. Sie bündeln das Licht auf dem Halm und lassen ihn wie unter einem Brennglas verbrennen. In seltenen Fällen kann auch eine Überdüngung dazu führen, dass Rasenflächen braun werden und absterben.

Wurzeltest: Ist mein Rasen noch zu retten?

Führen Sie einen Wurzeltest durch, bevor Sie weitere Maßnahmen ergreifen. Dieser zeigt Ihnen, ob Ihr Rasen noch zu retten ist oder erneuert werden muss. Wenn nur die Halme braun geworden sind, ist eine Regeneration des Rasens möglich. Sind die Wurzeln durch die Hitze abgestorben, ist es zu spät. Um dies zu testen, genügt es, mit einem Spaten eine schmale Rasenfläche etwa 10 bis 15 cm tief auszuheben und die Wurzeln zu untersuchen. Sind sie noch intakt, kann sich der Rasen regenerieren – sind sie vertrocknet, muss neuer Rasen nachgesät werden.

Erste Hilfe bei kleinen Schäden

Haben Sie nur kleine braune Stellen entdeckt? Dann können Sie diese mit einem so genannten „Rasenpflaster“ oder auch „Rasenpads“ ausbessern. Das sind spezielle Mischungen aus Samen, Dünger und Erde, die so konzipiert sind, dass sie unabhängig von der Bodenbeschaffenheit gut anwachsen. Sie werden meist zusammen mit Erde als Substrat geliefert. Die Erde ist bereits vorgedüngt. Auf diese Weise können kleine Lücken am schnellsten wieder geschlossen werden.

Maßnahmen: Verbrannten Rasen retten

Ausreichend Bewässern

Eine ausreichende Bewässerung ist für die Wiederbelebung des Rasens unerlässlich. Am besten ist es, den Rasen früh morgens oder spät abends zu bewässern. So wird die Verdunstung auf ein Minimum reduziert. Als Faustregel gilt: ein- bis zweimal pro Woche 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter. Zu wenig Wasser benetzt nur den Boden und erreicht aber nicht die Wurzeln der Rasengräser. Dabei ist zu beachten, dass sandige Böden häufiger bewässert werden müssen als lehmige Böden.

verbrannter Rasen regenerieren

Richtig Düngen

Rasen kann auch absterben, wenn zu viel oder zu wenig gedüngt wird. Bei einer Überdüngung werden den Gräsern zu viele Mineralien zugeführt, sodass sie absterben – ähnlich wie bei einer Versalzung des Bodens. Umgekehrt braucht der Rasen als Monokultur, die selbst keine lebenswichtigen Nährstoffe produziert, eine Düngung, um zu überleben. Halten Sie sich deshalb immer an die Dosierungsempfehlungen der Hersteller.

Rasenmähen – Schnitthöhe

Um das Wachstum zu fördern und den Rasen vor weiterem Stress zu schützen, sollte der Rasen im Sommer auf die eine Höhe von 4 bis 6 cm gemäht werden. Mähen Sie nicht in der Mittagssonne, da das frisch geschnittene Gras unnötig Wasser verliert. Optimal sind die frühen Morgenstunden oder der Abend. Ein höherer Wuchs der Halme beschattet den Boden und minimiert so die Wasserverdunstung in der Mittagshitze. Dies führt auch dazu, dass das Gras dichter wächst und weniger Platz für Unkräuter bietet.

Vertikutieren

Ein gut belüfteter Rasen ist gesünder und widerstandsfähiger gegen Schäden durch Hitze. Regelmäßiges Vertikutieren ist gut für die Wurzelbildung und hat eine bessere Versorgung des Rasens mit Wasser und Nährstoffen zur Folge. Insofern ist das Vertikutieren einerseits eine vorbeugende Maßnahme und erleichtert andererseits das Nachsäen von Rasen auf den verbrannten Stellen. Sind die Wurzeln jedoch erst einmal ausgetrocknet, hilft nur noch eine Nachsaat.

Nachsaat für verbrannte Stellen

Ist der Rasen zu stark geschädigt und völlig ausgetrocknet, müssen die Stellen mit frischem Saatgut erneuert werden. Wählen Sie eine geeignete Rasenmischung, die für Ihren Boden geeignet ist und Trockenperioden gut übersteht. Regelmäßiges Wässern ist dann Pflicht, da frisch gekeimter Rasen sehr empfindlich auf Trockenheit reagiert. Wie man bei der Nachsaat vorgeht, können Sie in unserem Artikel „Anleitung Aussaat: Rasen säen und nachsäen“ nachlesen.

Rasen schonen

Wenn sich der Rasen schnell erholen soll, ist es ratsam, ihn während dieser Zeit so gut wie möglich zu schonen. Vermeiden Sie daher größere Belastungen durch Aktivitäten, die die Regeneration beeinträchtigen könnten. Wenn Sie den Rasen zusätzlich nach den oben genannten Kriterien pflegen, wird er bald wieder robust genug sein.

Fazit

Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihr Rasen verbrannt ist. Mit den richtigen Maßnahmen und etwas Geduld können Sie Ihren Rasen wieder grün und gesund machen. Denken Sie daran, ihn regelmäßig zu pflegen und vor Witterungseinflüssen zu schützen. Dann können Sie den Sommer in Ihrem Garten bald wieder in vollen Zügen genießen.

Mehr zum Thema

  • Rasenkanten in Rekordzeit stechen
  • Profi-Tipps zum Rasenmähen
  • Rasen vertikutieren: Was ist das? Wie geht das?
  • Herbstlaub sammeln: Laub entsorgen leicht gemacht

Einen Kommentar schreiben

Die Angabe des Namens ist optional.
Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung, Verarbeitung und Veröffentlichung der angegebenen Daten durch diese Website einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.