Rhododendron richtig düngen mit Rhododendronerde

Rhododendren brauchen einen sauren Boden. Mit 4, 5 Sack guter Rhododendronerde düngt man ihn richtig.

Habe meinen 3m hohen Rhododendron bei meinem Jagdhaus im Wald vor 4 Jahren radikal auf 1,5m zurückgeschnitten. Seitdem blüht er nicht mehr. Was kann ich tun damit er wieder blüht?

Gapt-Gartenberater:

Rhododendron richtig düngen Düngung mit Rhododendronerde

Was Sie tun können, um Ihren Rhododendron wieder zum Blühen zu bekommen, ist richtig zu düngen und für mehr Licht zu sorgen. Unsere Erklärung warum er Ihr Rhododendron nicht üppig blüht hat nämlich zwei Gründe. Diese sind aber nicht unbedingt auf den Rückschnitt zurückzuführen.

Ihr Rhodo steht mitten im Wald zu dunkel und bekommt kaum Sonne ab. Es ist zwar ein Gewächs, das Halbschatten bevorzugt, volle Finsternis mitten im Wald mag der Rhododendron aber nicht. Wenn es geht, fällen Sie also ein paar Bäumchen drumherum, damit er wenigstens für ein paar Stunden ausreichend Licht bekommt.

Grund Nummer zwei ist der Boden. Im Wald fällt viel fremdes Laub unter den Busch. Aber Rhododendren brauchen einen sauren Boden. Das jährliche Laub verrottet jedoch darunter und sorgt dafür, dass sich die Erde immer mehr neutralisiert. Um den Boden wieder in ein saures Milieu zu verwandeln, sollten Sie unter dieses riesige Exemplar 4 bis 5 Sack gute Rhododendronerde kippen, denn die ist auch optimal vorgedüngt. Möglichst so, dass sie auch da bleibt und nicht beim ersten Regen wegschwimmt- also mit einem Gießring drumherum. In den Boden Einarbeiten ist nicht nötig, denn Rhododendren sind Flachwurzler, bei denen viele wichtige Wurzeln sehr weit oben liegen. Man könnte auch Torf benutzen, doch dann hat man zusätzliche Arbeit und Kosten. Denn reiner Torf säuert nur den Boden, es sind darin aber keine Nährstoffe enthalten und man müsste zusätzlich Rhododendrondünger kaufen.

Nach der Blüte (etwa Mai-Juni) sollten Sie dann nochmals ein paar Sack der Rhodo-Erde draufgeben, weil das die Bildung der neuen Knospen für das nächste Jahr fördert. Die Kapseln der diesjährigen Blüte brechen Sie überall ab, denn sonst werden die Nährstoffe des Düngers größtenteils für die Samenbildung verplempert, statt in neue Knospen zu gehen.

Spätestens im nächsten Jahr sollten Sie dann wieder ein prächtiges Pflänzchen haben. Wir tippen jedoch darauf, dass Ihr Rhodo auch schon dieses Jahr deutlich mehr blühen wird, wenn Sie sich umgehend Rhododendronerde besorgen. Rhodos sind eigentlich recht einfach in Höchstform zu bringen, wenn man weiß was sie brauchen. Und dazu gehört, neben ausreichend Licht, der richtige Boden und die richtige Düngung.

Die Methode mit der Rhododendronerde ist dabei die Einfachste, denn es kann nichts schief gehen. Eine Überdüngung ist auf diese Weise nicht möglich, und der Boden wird gleichzeitig saurer gemacht. Das ist Voraussetzung, damit ein Rhododendron die Nährstoffe des Düngers überhaupt aufnehmen kann.