Ligusterhecke verkümmert, was kann ich tun?

Um eine alte Rotbuche ist eine Ligusterhecke gepflanzt. Trotz vielen Gießens verkümmern die Pflanzen immer mehr.

Um eine 25 Jahre alte Rotbuche hat unser Gärtner 2007 eine Ligusterhecke gepflanzt. Es sollte ein Blickschutz werden. Trotz vielen Gießens verkümmern die Pflanzen immer mehr. Was kann ich unternehmen um die Hecke zum Wachsen zu bringen? Oder was gibt es für eine Alternative?

Gapt-Gartenberater:

Tja, was können Sie unternehmen... die Rotbuche wirft mit Sicherheit zu viel Schatten. So hat der Liguster wenig Chancen, denn er ist sozusagen "lichtsüchtig".

Liguster braucht viel Licht. Er ist zwar absolut anspruchslos, was den Boden anbetrifft und auch sonst so gut wie unverwüstlich. Aber Schatten mag er überhaupt nicht. Das können Sie manchmal sogar an Hecken sehen, die eine prächtig dichte Sonnenseite haben, aber auf der seitlichen Schattenseite völlig verkahlt sind. Und das ist nur der Schatten, den die Ligusterhecke auf sich selber wirft! Das sind meistens Ligusterhecken, die in Ost-West Richtung gepflanzt sind. Denn dann bleibt die Nordseite immer ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Einen Rat zu Alternativen können wir Ihnen kaum geben, ohne den Standort gesehen zu haben. Denn eine 25-jährige Buche dürfte doch schon ziemlich mächtig sein. Und ihr Blattwerk entwickelt sich dummerweise genau zu dem Zeitpunkt, wenn der Liguster im Frühjahr in der wichtigsten Wachstumsphase ist. Glücklicherweise sind Buchen nicht sonderlich schnittempfindlich- Sie könnten sie vielleicht kürzen oder reduzieren, um den Liguster zu retten. Andernfalls hat er keine guten Aussichten, sich anständig zu entwickeln.

Über Düngergaben für Ihre Ligusterhecke brauchen wir in Ihrem Fall wohl kaum sprechen, denn für uns ist es zweifellos der Lichtmangel. Es ist der falsche Standort für Liguster, denn er kommt im Normalfall mit jedem Boden zurecht.

Ansonsten gäbe es noch den Gärtner-Geheimtip eine Eibenhecke zu pflanzen. Sie wächst sogar in Halbschatten bis hin zur tiefen Finsterkeit. Eibe ist bei uns Nummer Eins der Heckenpflanzen, hat aber zwei Nachteile. Sie ist sehr teuer und wächst ausgesprochen langsam. Ihr Holz ist aber auch extrem teuer. Im Jahre 2011 kostete 1 Kubikmeter davon 4.800 Euro!

Weitere Gartentipps zum Thema