Volumen-Gewicht-Relation bei Rindenmulch

Gibt es eine ungefähre Regel über die Volumen-Gewicht-Relation bei Rindenmulch?

Gapt-Gartenberater: 
Es gibt viele verschiedenen Sorten, Qualitäten und Feinheitsgrade von Mulch. Darunter Ziermulch, Pinienmulch, Hackschnitzel, Grasschnitt, Sägespäne. Denn Mulch kann im Gartenbau aus allem Möglichen bestehen, dessen Bestandteile sich natürlich zersetzen können oder auch nur eine optische Aufwertung bringen. Wie rötlicher Pinienmulch zum Beispiel. Und auch beim ’normalen‘ Rindenmulch gibt es große Unterschiede, sowohl bei Zusammensetzung, als auch beim Gewicht. Denn wenn im Sägewerk die Rinde abgeschält wird, ist es nicht immer dieselbe Baumart. Kiefernrinde ist anders als die von Fichten, Fichtenrinde ist anders als die von Buche oder Eiche. Ob es da überhaupt vorgeschriebene Standards oder Mischungsverhältnisse gibt, ist uns leider nicht bekannt. Aber immerhin eine gute Frage!

Aber Sie sehen schon, dass die Antwort für Gärtner nie von gesteigertem Interesse war. Denn eine definitive Regel zur Gewichtsrelation ist schon hinfällig, weil bereits nasser Rindenmulch ein Vielfaches von trockenem Mulch wiegt. Hackschnitzel hingegen nehmen weniger an Gewicht zu, weil sie aus Holz und nicht aus poröser Rinde bestehen. Und da Rindenmulch in Baumschulen meist nicht vor Regen geschützt, auf einem offenen Haufen liegt, wird er pro Kubikmeter verkauft. Dann ist das Gewicht sowieso egal. Nasser Rindenmulch quillt auch nicht exorbitant, weswegen es kaum einen Unterschied macht, ob man ihn nass oder trocken im Beet verteilt. Außer, dass man mehr Kilos durch die Gegend schleppen muss.

Gleiches gilt für Sackware aus dem Baumarkt. Sie wird pro Liter bemessen, denn ein nasser Sack Rindenmulch wiegt leicht doppelt so viel, wie ein trockener. Mit einer Formel zur Gewichtsrelation von Rindenmulch kann man also überhaupt nichts anfangen. Uns fällt jedenfalls kein Nutzen ein, höchstens für einen Transportunternehmer 😉

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