Wie entferne ich einen Berberitzenstrauch?

Ich habe einen sehr großen Berberitzenstrauch im Garten, den ich entfernen möchte.

Wie stelle ich das am besten an? Was muss ich beachten?

Gapt-Gartenberater:

Beim Entfernen einer Berberitze ist vornehmlich zu beachten, dass man sich nicht verletzt. Die Stacheln sind extrem spitz und rufen fiese Entzündungen hervor. Auch dicke Handschuhe durchstechen sie ohne Probleme. Schutzkleidung und auch Schutzbrille sind also extrem empfehlenswert.
Dennoch wird Sie Ihre Berberitze am Ende des Textes auch positiv überraschen.

Die Vorgehensweise deshalb am besten wie folgt:
Zuerst die Außenseiten der Berberitze mit einer Heckenschere herunterschneiden. So tief wie es geht, und in kleinen Schritten. Sinn ist, dass das Schnittgut so kurz ist, dass es sich gut auf eine Schaufel aufkehren lässt, sodass man nichts davon anfassen muss.

Dann nehme man einen Astschneider und schneide die holzigen Teile ebenfalls so klein wie es geht.
Auch hier ist das Ziel möglichst viel Abstand zu haben, ohne dem Busch zu nahezukommen. Das ist zwar anstrengend und mühsam, doch sicher viel angenehmer als darauf zu warten, dass die abgebrochenen Nadelspitzen wieder aus den Fingern eitern…;-)

Man sollte damit von unten beginnen, sodass man sich zum Stamm / zu den Stämmen hinarbeitet. Mit etwas Glück können Sie eine Art Höhle in die Berberitze schneiden und finden eine Stelle, an der Sie die Stämme gefahrlos am Stück absägen können. Das geht am besten mit einer Handsäge, denn dafür braucht man am wenigsten Platz. Tatsächlich fällt so eine Berberitze meist erst um, wenn sämtliche Stämmchen durchtrennt sind. Die Äste sind nämlich derart verwoben, dass sie sich gegenseitig aufrecht halten.

Finden Sie nicht so eine günstige Stelle an den Stämmen, ist das nicht so schlimm. Der Vorteil ist nur, dass das Zerlegen der Berberitze sehr viel leichter fällt, wenn sie bereits liegt. Vorteilhaft ist dafür eine Kettensäge, mit der man durch das Dickicht fährt. Mit Astschneider und Handsäge geht es aber auch.

Einen längeren Stumpf stehenzulassen, damit man die Wurzel heraushebeln kann, lohnt sich bei Berberitzen oft nicht, weil die Einzelstämmchen zu dünn oder zu biegsam sind. Erst wenn Sie sich hineingeschnitten haben, werden Sie feststellen, ob es vielleicht doch Sinn macht. An einem dicken Stamm kann man einen Ratschengurt befestigen und, sofern ein stabiler Widerhalt in der Nähe ist, damit umziehen. Vorher müssen aber in jedem Fall die Hauptwurzeln gekappt werden, sonst passiert das gar nichts.

Die Wurzel kann man am besten mit einer Wiedehopfhacke ausgraben. Das funktioniert grundsätzlich so, wie hier beschrieben: „Koniferen mit Wurzeln entfernen„.

Holzfarbe der BerberitzeUnd nun die kleine Überraschung.
Wenn Sie die Berberitze absägen, werden Sie feststellen, dass das Holz knallgelb ist. Und deshalb ist es wertvoll und teuer. Es ist begehrt bei Drechslern und Kunstschreinern, denn diese unglaubliche Holzfarbe hat nur noch die Mahonie (auch eine Berberitzenart). Dickere Äste sind sehr selten, aus dünneren werden z. B. Intarsien gemacht. Sägen Sie also lange Stücke, versiegeln Sie die Enden mit Wachs, damit das Holz beim Trocknen nicht reißt und verkaufen Sie das Holz!

 
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