Rosen durch Stecklinge vermehren oder pfropfen?

Woran erkennt man, welche Rose gepfropft werden muss und welche nicht? Reicht es einen Kopfsteckling aus der Rose neu zu ziehen?

Ich wüßte gerne, woran man erkennt, welche Rose gepfropft werden muss und welche nicht?
Zudem verstehe ich das Pfropfen nicht so ganz. Wenn ich eine schöne Rose habe und möchte dieselbe Rose erneut bekommen, reicht es denn dann nicht einen Kopfsteckling aus der Rose neu zu ziehen? Oder muss ich pfropfen?

Gapt-Gartenberater:

Eine sehr gute Frage, worauf Ihnen wohl nur ein Rosenzüchter eine definitive Auskunft geben kann. Wir wollen trotzdem versuchen die Frage mit Gartenlogik zu beantworten.

Rosenzüchtungen kann man tatsächlich durch einfache Stecklinge vermehren. Was jedoch nicht nur entscheidend für Rosen ist, ist die Wurzel. Ihre Qualität bestimmt die Wuchskraft der Pflanze. Generell wird aber gepfropft, damit die "Unterlage" die aufgepfropfte Veredelung optimal mit Nährstoffen versorgt. Optimal heißt dabei in der gewünschten Richtung, was zum Beispiel auch Zwergwuchs sein kann. Mit der Unterlage kann man also das Wachstum der veredelten Teile steuern.
Ob das der einzige Grund für das Pfropfen der Rosen ist, da müssen wir vorerst passen. Und ob Stecklinge deutlich schlechter wachsen, wissen wir erst, wenn unsere eigenen Testexemplare ein paar Jahre alt sind. Herzlichen Dank für diese interessante Frage!