Nußbaum tropft ohne Schnitt

Unser Nußbaum tropft sehr stark. Kann das mit dem Wetter zusammenhängen oder ist der Baum krank?

Mir ist dieses Jahr aufgefallen, daß unser Nußbaum sehr stark tropft, also sehr viel Saft verliert, ohne daß man an ihm was gemacht hat. Kann das mit dem Wetter zusammenhängen? Bekommen wir ein zeitiges Frühjar oder ist der Baum krank?

Gapt-Gartenberater:

Walnußbaum im Winterspontanes Tropfen ohne Schnitt beim Walnußbaum ist uns bisher noch nicht untergekommen. Eine Baumkrankheit, die das auslöst haben wir auch nach ein paar weiteren Recherchen nicht finden können. Besonders nicht im Winter, denn da sind auch die Baumkrankheiten nicht aktiv!

Demnach könnte Ihr Baum Verletzungen haben. Hatten Sie vielleicht in den letzten Wochen Sturm, bei dem (auch dünnere) Äste angebrochen sein könnten? Oder noch mal strengen Spätfrost, bei dem teilweise die Rinde aufgeplatzt ist?

Möglich ist auch, daß Äste wegen Schnee- oder Eislast angebrochen sind. Auch wenn es nur kleine Wunden sind, können sie im Winter nicht verheilen und brechen wieder auf, wenn der enorme Saftdruck der Walnuß steigt. Letzteres ist zwar möglich, die Wahrscheinlichkeit aber ziemlich gering, denn die unbelaubten Äste der Walnuß sind eigentlich zu schmal um davon abzubrechen. Möglicherweise ist es auch nur Rauhreif, der heruntertopft, wenn es am Vormittag wärmer wird. Haben Sie mal einen tropfenden Ast untersucht, woher die Flüssigkeit kommt?

Eine Baumkrankheit schließen wir mal aus. Deshalb sieht es danach aus, daß Ihr Walnußbaum in den letzten Winterwochen irgendwelche Verletzungen erlitten hat. Doch sorgen brauchen Sie sich deshalb nicht, denn das Bluten ist eine natürliche Abwehrreaktion, um die Wunden sauber zu halten. Auch wenn er noch Wochen weitertropft, er übersteht es schadlos. Nur nach einem Radikalschnitt mit der großen Säge müßte man etwas bangen.

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