pflanzen- so wird es ein Erfolg

So professionell, wie Ihre Pflanzen in den Boden kommen, so prächtig werden sie auch wachsen. Hier die fachmännische Anleitung zum pflanzen.

Nicht selten endet ein Besuch im Baumarkt oder Baumschule mit einer reichen Beute an neuen Pflanzen. Doch was muss man tun, um sie richtig in den Boden zu bekommen? Wegen entschuldbarer Unwissenheit gibt es eine Vielzahl von Leuten, die ein Loch buddeln, das Blümchen aus dem Topf nehmen und einfach in die Erde stopfen. So funktioniert das aber leider nicht, wenn die Pflanze was werden soll!

Gartenarbeiten: pflanzen

Gartenarbeiten: pflanzen Gartenarbeiten: pflanzen

Zuerst gilt es zu beachten, ob der neue Gartenbewohner einen speziellen Boden braucht. Und dieser sollte direkt mitgekauft werden, da man ihn für den Pflanzvorgang braucht. Neunzig Prozent aller Gartengewächse geben sich mit normaler, vorgedüngter Blumenerde zufrieden- andere wollen jedoch ein eher saures Milieu. Dafür gibt es Rhododendron-Erde, die einen hohen Torfanteil besitzt. Um nur einige zu nennen, zählen neben dem Rhododendron die Azalee, Hortensie, Kamelie und Erika dazu. Wie gesagt ist es aber in einem Großteil der Fälle mit normaler Blumenerde getan.

Bewaffnet mit Werkzeug und einem Sack der entsprechenden Erde begibt man sich dann in den Garten und sucht einen geeigneten Standort aus. Ob sonnig oder schattig hängt natürlich von der speziellen Pflanze ab. Man gräbt ein Loch, das etwa das doppelte Volumen des Pflanzenballens hat. Nun wirft man ein paar Hand voll Blumenerde hinein und lockert etwas auf, so dass sich die Blumenerde mit dem umliegenden Boden vermischt. Die Pflanze wird aus dem Topf genommen und die Wurzeln aufgerissen oder/und angeschnitten. Diese Maßnahme verhindert das erstaunliche Phänomen des Blumentopfeffektes, der ein weiteres Wurzelwachstum begrenzt (dazu bitte unbedingt den Artikel Blumentopfeffekt lesen!).

Die Pflanze wird dann so im Loch positioniert, dass die Oberseite des Ballens genau auf dem normalen Bodenniveau abschließt. Denn sitzt die Pflanze zu tief, sammelt sich Wasser am Stengel und er kann faulen. Sitzt sie zu hoch, fließt das Regenwasser seitlich ab und die Pflanze vertrocknet. Nun wird die ausgehobene Erde um den Wurzelballen gefüllt und fest angedrückt. Da lockerer Boden ein größeres Volumen hat, als fester und neben dem Wurzelballen auch noch Blumenerde hinzugefügt wurde, hat man danach noch ein Häufchen Erde übrig. Daraus formt man einen kreisförmigen Wall um die Pflanzenmitte und hat dann einen formschönen Gießring. Oben drauf kann man noch etwas Blumenerde streuen, deren Nährstoffe dann langsam nach unten sickern. Mit der Zeit, mit Wind, Regengüssen und Vogelattacken verschwindet der Gießring von alleine. Das ist so vorgesehen, denn hat die Pflanze erst mal fußgefasst, ist er sowieso unnötig.

Abschließend muss die Pflanze sofort und reichlich angegossen werden. Wenn nicht, zieht ein trockener Boden die Feuchtigkeit aus den Wurzeln und schädigt sie!

Gartentipp:
Die Sache mit der frischen Blumenerde im Gießring kann später wiederholt werden. Es ist nämlich eine geniale Methode, um ein Überdüngen zu vermeiden. Wenn man mit Düngergranulaten hantiert, ist es leicht mal passiert, dass man sein Prachtstück ins Jenseits befördert. Streut man jedoch gelegentlich etwas vorgedüngte Blumenerde darauf, ist es unmöglich seine Lieblinge umzubringen. Entscheidend beim Düngen ist nämlich eigentlich nicht die Menge, sondern die daraus resultierende Konzentration. Und die ist bei Blumenerde optimal.

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