Projekt Lehrgarten 3 - Wohnraum

Ein eigener Garten macht Spaß. Aber was, wenn er erst mal nur aus Urwald besteht? Dem echten Gärtner ist es egal, denn er weiß was daraus entstehen wird ;-)

Der nächste Einsatz wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, doch was nun folgt, geschah bereits im Herbst 2008.

Schmalkalden: Material hochschaffen Schmalkalden: Urwald im Eingangsbereich Schmalkalden: gerodeter Eingangsbereich Schmalkalden: Parkett im hinteren Wohnraum Schmalkalden: Parkett in der Glasveranda

Mit Recht darf man von härtester Knochenarbeit sprechen, denn das geschätzte Gewicht, das den Steilhang hochgeschleift werden mußte, beziffern wir mal auf deutlich mehr als eine Tonne. Ungefähr dreißig mal mußten wir den Hang ersteigen, was ungefähr der alpinen Leistung entspricht, mit jeweils etwa 40 Kilo Beladung 1200 Meter Höhenunterschied geschafft zu haben. Das Selbe natürlich auch wieder runter, diesmal aber nur mit dem Eigengewicht. Erstaunlicherweise haben wir das mit Hilfe eines Sackkarrens und einer cleveren Seilkonstruktion in wenigen Stunden geschafft.

Nebenbei rodeten wir sogar große Flächen, so daß wir überhaupt den nötigen Platz für's Material hatten. Die ersten Fotos zeigen den finsteren Urwald um ca. 10:00 Uhr, aufgenommen mit Blitzlicht. Nachhaltig war das Gemetzel sicher nicht, denn der Japanische Knöterich ist eine Pest und dürfte inzwischen kräftig nachgewachsen sein. Wird er nur oberflächlich bekämpft, kommt er umso schöner wieder. Kleiner Wermutstropfen- man kann ihn essen ;-)

Danach war die Hauptaufgabe die Hütte bewohnbar zu machen, so daß man sich ohne Ekel ein paar Tage darin aufhalten kann. Denn das Projekt-Lehrgarten soll ja für alle eine angenehme Sache werden. Das Wichtigste war also den Wohnraum komplett auszuräumen, allen vergammelten Teppich und Linoleumbeläge rauszureißen und dann einen sauberen Boden zu verlegen. Wie man an den Bildern erkennen kann, dürfte das gelungen sein. Der Küchenboden wartet noch auf Fertigstellung, denn dort muß beim nächsten Besuch eine Dusche hin, die weit weniger als 5 Liter Wasser pro Benutzung verbrauchen wird.

Schließlich gilt unser Dank einigen überaus freundlichen Unterstützern aus Oberursel. Neunzig Prozent der Materialien, darunter das Echtholzparkett, haben zwei nette Menschen gestiftet. Das sind der Edelschreiner Nikolaus Müller, sowie die renommierte Firma Peter Hofmann Fußbodentechnik. Größter Dank gilt auch dem guten Jens, der uns eine Woche lang seine Bullenkräfte zur Verfügung stellte. Offensichtlich gibt es noch viel mehr nette Leute als man glauben mag, die diebischen Spaß an verrückten Bildungs-Projekten haben...;-)))