Spaltaxt / Spaltbeil / Spalthammer

Holz spalten mit der Spaltaxt. Tipps und Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene.

Holz spalten Holz spalten

"Erst walten, dann spalten" heißt die Devise, wenn es darum geht sein Brennholz selbst zu machen. Ob für den Kamin, den Werkstattofen, zu Grillen oder nur als Lagerfeuer ist unwichtig. Denn es gibt neben der Auswahl des richtigen Werkzeugs auch noch ein paar Arbeitserleichterungen.

Wenn das Holz erst mal gesägt ist, bleiben Holzscheite übrig, die ungespalten weder gut brennen, noch so richtig in den Ofen passen. Aber dafür gibt es ja die Spaltaxt, die sich auch Spaltbeil oder Spalthammer nennt. Doch schon hier gibt es mehrere Versionen. Abgesehen vom unterschiedlichen Gewicht existieren auch zwei unterschiedliche Formen des Spaltbeils. Die erste ist der Klassiker, den wir alle kennen. Es ist eher ein breiter Hammer mit einseitiger Beilspitze... wie die eine der obigen Bezeichnungen schon sagt.

Wie man so ein Ding grundsätzlich verwendet, dürfte jedem klar sein. Man schlägt kräftig damit auf den Holzklotz und haut ihn entzwei. Doch was, wenn die Axt im Holz steckenbleibt?
Das passiert nicht selten, doch auch hier weiß der clevere Gärtner Rat. Denn den Klotz, so wie er ist nochmals (mitsamt Spaltbeil) hochzuheben und in der selben Richtung nach unten zu dreschen, hat meistens wenig Wirkung. Deutlich effektiver ist es, die Spaltaxt mitsamt dem Klotz beim Ausholen umzudrehen und dann mit der Hammerseite nach unten zu schlagen. Der Grund ist physikalischer Natur; denn die eingeklemmte Spaltaxt federt im Holz, wenn ich sie in der gleichen Richtung herunterschlage. Macht man es umgekehrt, wirkt der Hammerschlag einerseits sofort als Impuls UND lässt das Gewicht des gesamten Holzscheits über die Klinge gleiten. Also nicht nur die Energie des eigenen Schlages. Logisch, oder?

Aber es gibt noch eine zweite Variante der Spaltaxt, die so gut wie nie im Holz verklemmt. Diese hat beidseitig zusätzliche Keilausbuchtungen. Durch deren gekehlte Form drückt sich die Axt von allein wieder aus dem Holz, wenn der Schlag nicht durchgegangen ist. Der große Vorteil ist, dass man niemals einen verklemmten Holzscheit von bis zu 5 Kilo nochmals mitsamt Spaltaxt über dem Kopf schwingen muss. Nachteil ist, dass der Holzscheit durch den ersten Schlag mit Sicherheit schon umgefallen ist und man ihn neu aufstellen muss. Wie man das mit einem anderen Gärtnertrick in den Griff kriegt, folgt am Ende.

Diese nach innen gerundeten Kehlen sind also eine ziemlich nützliche Erfindung, um ein Festklemmen des Spaltbeils zu verhindern. Das von uns getestete Modell von Truper blieb kein einziges Mal stecken. Auch dann nicht, als wir es uns gewünscht hätten, um einen lebenden Stamm über mehr als einen Meter sukzessive zu trennen. Der Mechanismus funktioniert also prima - und wenn verrückte mal Gärtner auf die Idee kommen ein Schnitzpferd zu bauen, dürfen sie auch gerne mal an durchdachten Werkzeugverbesserungen scheitern. Das Truper Spaltbeil hat demnach seinen Test -für unsere Zweckentfremdung- leider viel zu bravourös- bestanden. Wir sind sicher, dass dieser Spaltbeil-Prügel uns noch einige Jahrzehnte begleiten wird.

Zuletzt jedoch noch der angekündigte Trick zum Holz spalten. Was kann man machen, damit man dabei nicht mehr damit zu tun hat die Holzscheite wieder aufzustellen, als wirklich das Holz zu spalten?
Sehr einfach; Stellen Sie die Holzscheite in ein oder zwei übereinander gestapelte Auto- oder Rollererreifen. Oder (in der Kleinversion) in einen flexiblen Baueimer, der zur Vernichtung freigegeben ist. Je nach Durchmesser können dann die gespaltenen Teile erst gar nicht umfallen, weil die ringförmige Umrandung sie daran hindert. Denn wenn jemand Rückenschmerzen vom Holzspalten bekommt, liegt es so gut wie immer daran, dass man sich ständig bücken muss- nicht am Spaltbeilschwingen.