Grubber

Grubber- Lockerungsübung und Gießgerät. Wer's nicht glaubt, sollte unbedingt an diesem Ausflug in die Bodenphysik teilnehmen!

Schon die Form des Grubbers erklärt, was man damit macht. Man bricht die Krume des Beetes auf, um den Boden zu lockern. Das funktioniert jedoch nur gut bei vorbehandelten Böden oder Beeten. Solche also, die regelmäßig durchgehäckelt werden oder vorher mindestens einmal mit dem Spaten umgegraben wurden.
Denn fast alle unbehandelten Böden pappen durch Regen und Feuchtigkeit von allein aneinander und bilden eine betonharte Schicht, die das Wurzelwachstum behindert. Besonders lehmhaltige Böden neigen dazu und können deshalb auch sehr viel schlechter die Feuchtigkeit von Niederschlägen aufnehmen, weil das Oberflächenwasser einfach darüber hinwegfließt.

Gartenwerkzeuge: Grubber

Ein unbehandelter, und deshalb komprimierter Boden, trocknet aber auch schneller aus, da mikrofeine Zwischenräume die Feuchtigkeit aus der Erde ziehen. Der physikalische Begriff für dieses Phänomen lautet Kapillarkräfte.
Das Durchhäckeln mit einem Grubber oder anderen Werkzeugen, ist also nicht nur eine Maßnahme, um den Boden zu belüften und damit den Bodenorganismen etwas Gutes zu tun. Nein, es ist eine effektive Maßnahme, um Gießwasser zu sparen!

Denn so bleibt die gespeicherte Feuchtigkeit im Boden und kann von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden, statt an die Oberfläche gesogen zu werden und dort sinnlos zu vertrocknen.
Drei mal Häckeln ersetzt einmal Gießen, sagen die Bauern. Und tatsächlich beweisen das die südfranzösischen Winzer. Denn trotz extremer Trockenheit im Sommer, hat man noch nie eine Bewässerungsanlage auf einem Weinfeld gesehen. Stattdessen pflügen sie regelmäßig um, um die Verdunstung zu bremsen. Das reicht völlig aus, denn Weinwurzeln können bis zu 7 Meter Tiefe erreichen!

Gartentipp:
Wer nicht glaubt, dass sich Wasser von allein nach oben zieht, kann sich den erstaunlichen Effekt in einem schnellen Experiment vor Augen führen. Nehmen Sie ein Stück Klopapier und tunken Sie es nur mit dem Rand in Wasser. Nun können Sie beobachten, wie schnell sich das Wasser, wie von Geisterhand, im Papier nach oben zieht.