Koreatanne- Musterbaum mit Lerneffekt

Die Korea-Tanne schließt eine besondere Bildungslücke. Hatten Sie jemals ein Weihnachtsgesteck mit echten Tannenzapfen? Wenn ja, sollte uns das sehr wundern!

Gartenpflanzen: TannenzapfenDie Korea-Tanne ist zweifelsfrei einer der prächtigsten Nadelbäume. Sowohl vom gleichmäßigen Wuchs, als auch von der Belaubung her. Die fleischigen Nadeln sitzen sehr dicht um den ganzen Ast herum und folgen einer harmonischen Symmetrie. Ihr Farbspiel wechselt je nach Blickpunkt von sattem Grün bis zu bläulichem Cyan. Die Koreatanne wächst kegelförmig, wobei die einzelnen Astansätze kranzartig um den Stamm gruppiert sind. Ihr Geäst besteht also ebenfalls aus schön und gleichförmig geordneten Etagen. Die Korea-Tanne ist also optisch ein sehr empfehlenswerter Nadelbaum, der sich von heimischen Arten deutlich unterscheidet.

Warum die Koreatanne hier genannt wird, hat einen besonderen Grund. Natürlich ist es auch ein heißer Tip für alle Liebhaber von Nadelbäumen. Die Korea-Tanne ist aber in erster Linie ein perfektes Lehrstück für ein weit verbreitetes Gerücht... Wer beispielsweise zu Weihnachten in den Wald geht, um "Tannenzapfen" für die Weihnachtsdekoration zu sammeln, wird keine finden. Denn die "Tannenzapfen" gibt es ausschließlich am Baum!

Was unten am Boden liegt können Fichtenzapfen, Kiefernzapfen oder Lärchenzapfen sein. Eine Tanne aber wirft die einzelnen Schuppen ihrer Zapfen schon am Baum ab. Sie sind längst zerfallen, bevor ein ganzer Tannenzapfen überhaupt den Boden erreichen könnte! Spiralförmig wirft der reife Zapfen seine Schuppen von oben nach unten ab. Übrig bleiben, wie bei der Koreatanne sehr schön zu sehen ist, maximal kerzenartige Sporne, die nach oben gerichtet sind. Und das ist nebenbei auch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Nadelbäumen. Denn Tannenzapfen stehen aufrecht am Zweig, bei anderen Nadelbäumen hängen sie herunter!

Tannenzapfen auf Weihnachtsgestecken oder als Sammelgut gibt es also eigentlich gar nicht! ...Es sei denn, sie werden von einem Sturm heruntergeschüttelt oder abgeschnitten, bevor sie richtig gereift sind! Eine Ausnahme ist die Hemlock-Tanne. Deren winzige Zäpfchen erreichen jedoch kaum 2cm Durchmesser.

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