Gelb-braune Flecken auf den Blätter von Stockrosen

Jedes Jahr im Frühsommer bekommen die Blätter meiner Stockrosen gelb-braune Flecken. Die Blätter werden dann vollständig gelb und fallen schließlich vertrocknet ab. Was ist zu tun?

Ich habe viele Stockrosen, die in meinen Garten "eingewandert" sind. Im Laufe der letzten 4 Jahre haben sich einfache Stockrosen in allen möglichen Farben bei uns etabliert und blühen auch sehr schön. Aber jedes Jahr bekommen im Frühsommer die Blätter gelb-braune Flecken, die dann gelb werden und schließlich vertrocknet abfallen. Habe jetzt immer schon die Blätter frühzeitig entfernt, aber das verhindert die Bildung dieser Flecken nur kurzfristig. Kann ich den Stockrosen irgendwie helfen? Sie blühen trotz allem sehr schön.

Gapt-Gartenberater:

Malvenblüte Feuerwanzen an Malvengewächsen

Zunächst mal eine Begriffserklärung für's Publikum, das oft die von Ihnen genannte Bezeichnung nicht kennt: Wir reden hier über Stockrosen, also Malven !!! Stockrosen haben genau so wenig etwas mit Rosen zu tun, wie 'Neurosen' ;-)

Diese Malven sind sehr anfällig für Pilzkrankheiten und ein Leckerbissen für allerlei Viehzeug. Insbesondere für den Franzosenkäfer sind Malven, Hibiskus und Eibisch ein echter Leckerbissen. Alle diese zählen botanisch zu der Familie der Malvacea - also den Malvenartigen. Es ist also relativ normal, dass sie oftmals ziemlich zerzaust aussehen. Das stört die Malven aber nicht sonderlich, sie blühen trotzdem. Gegen allerlei Pilzbefall kann man etwas Natürliches machen, gegen Blattläuse und andere Insekten hilft Brennessel-Sud.

Beste Erfahrungen als Mittel gegen die Pilzkrankheiten "Rost" und "Mehltau" haben wir mit Milch gemacht ! Auf wundersame Weise wirkt das Spritzen damit und geht auf einen Geheimtip australischer Weinbauern zurück. Normale Milch wird dabei 1 zu 10 verdünnt und damit die befallenen Pflanzen mehrfach eingesprüht. Selbstverständlich an Tagen, bei denen kein Regen angesagt ist, sonst wird alles wieder runtergewaschen. Dabei bitte auch nicht die Blattunterseiten vergessen, denn dort hausen Pilze und Pilzsporen ebenfalls.

Danach haben Sie wieder einen Leckerbissen, der nicht nur dem Franzosenkäfer (der auch unter dem Namen Feuerwanze firmiert) mundet. Denn aus der Malve können schmackhafte Tees gewonnen werden. Medizinisch wirken sie bei Reizhusten und Fieber allgemein schleimlösend und entzündungshemmend. Aber auch die jungen Blätter sind recht pikant. Sie wurden früher sogar in Salate gemischt und überzeugen durch milde Würze. Sollte man echt mal probieren, aber sicher nicht als Überdosis.

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