Vertikutieren- Sinn und Vorbereitung

"Warum macht ihr den Rasen kaputt?" fragt man uns in kindlicher Neugier, wenn wir einen Rasen vertikutieren. Die Antwort darauf lautet immer: "Du irrst Dich, wir machen ihn gesund!". Welche Hintergründe diese Behandlung hat, erklären wir mit dem folgenden Artikel.

Vertikutieren: Ursprung mit Unkraut Vertikutieren: frisch vertikutiert

Das Vertikutieren hat das Ziel den Boden zu belüften und abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, die das Wachstum des Rasens behindern. Dieser Rasenfilz besteht aus vergilbten Blättern der Graspflanzen, aus Moos und unerwünschten Wildkräutern, die sich über die Zeit auf der Rasenfläche ansiedeln. Erst wenn er verschwunden ist, kann der eigentliche Rasen wieder atmen und gedeihen. Denn bleibt der Rasenfilz erhalten, begünstigt er Staunässe, die der Rasen überhaupt nicht mag. Das Moos mag sie hingegen sehr, so daß irgenwann die ehemalige Grünfläche nur noch aus einem pelzigen Teppich besteht. Das läßt sich durch das Vertikutieren vermeiden.

Wann Vertikutieren?

Vertikutiert wird am besten einmal im Frühjahr und eventuell noch mal im Herbst. Dazwischen kann man aber auch immer vertikutieren, falls es nötig sein sollte. Der Grund für das Vertikutieren in den beiden feuchten Jahreszeiten ist sehr einfach. Man braucht den nachgesäaten Rasen weniger zu gießen, da es sowieso öfter regnet.

Vertikutieren: Rasen gewachsen Das Vertikuieren im Frühjahr ist das effektivste, denn die Vegetationsphase hat gerade erst begonnen. Das heißt, daß zu dieser Zeit kaum Flugsamen unterwegs sind, die auf dem teilweise freigelegten Boden keimen könnten. Der Rasensamen ist also klar im Vorteil und kann sich durch sein folgendes Wachstum fast konkurrenzlos ausbreiten.

Vorbereitung

Was man zum Vertikutieren braucht, ist zu allererst ein trockener Boden. Es sollte mindestens einen Tag zuvor nicht geregnet haben, denn ansonsten wird es eine Schlammschlacht, bei der man mit dem Vertikutierer auch die Graspflänzchen ausreißt. Je nach Größe der Rasenfläche entscheidet man sich für einen Handvertikutierer oder ein Motorgerät. Den Handvertikutierer braucht man jedoch auf jeden Fall, um Stellen zu bearbeiten, die ein Motorvertikutierer nicht erreichen kann. Dies sind zumindest alle Ränder und Grenzflächen. Nun wird der Rasen auf der allerkürzesten Stufe gemäht und ist dann bereit für das eigentliche Vertikutieren.
An weiteren Werkzeugen wird ein Heurechen und ein Federbesen aus Metall gebraucht. Außerdem sollten Grassamen und Rasendünger bereitstehen, sowie etwa eine halbe Schaufel gewaschener Sand pro Quadratmeter Rasenfläche.

Ähnliche Gartenfragen