Tulpen schneiden

Was tut man mit den Tulpen, wenn sie welk werden? Hier die konkrete Anleitung dazu.

Schöne Blütenpracht bei Tulpen und Narzissen – doch was macht man damit, wenn sie abgeblüht sind? Die Antwort finden Sie im folgenden „Abschnitt“.

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Zwiebelpflanzen verhalten sich genau so, wie alles andere Grünzeug. Sie wollen sich einfach nur vermehren. Dazu müssen sie erst mal blühen, denn daraus entstehen die neuen Samen. Wenn die Tulpen dann aber abgeblüht sind, verbrauchen sie einen Großteil ihrer Kraft für die Samenbildung. Aber da sie der normale Gartenbesitzer ausschließlich dafür gepflanzt hat, um schön auszusehen, sollte man das verhindern. Also: Abschneiden!

Denn dann geht Saft und Kraft wieder in die Zwiebel zurück und steht fürs nächste Jahr an Blühkraft zur Verfügung. Aber wie sieht das im Einzelnen aus?

Tulpen, Osterglocken (Narzissen) und anderes zwiebliges Gewächs bleibt nur bis Mitte des Jahres grün. Das heißt, dass die Säfte sowieso zurückgezogen werden und die Blätter irgendwann zu einer matschig gelben Masse werden. Das ist der Endpunkt, bei dem das verrottende Blattgrün ohnehin entsorgt werden sollte, um Pflanzenkrankheiten zu verhindern.

Doch zunächst folgt Phase 1: Nachdem die Tulpe oder Osterglocke abgeblüht ist, wird nur der oberste Teil abgeschnitten. Der Stengel bleibt stehen, denn darin sind noch wichtige Nährstoffe enthalten.

Wenn der Stengel gelb und leblos ist, folgt Phase 2: Auch der Stengel wird jetzt entfernt, während die Blätter noch lange nicht welk werden wollen! Diese bleiben also stehen, bis auch sie labberig am Boden liegen. Ist dieser Zustand erreicht, hat die Tulpe sämtliche Nährstoffe wieder in die Zwiebel gezogen.

In Phase 3 werden schließlich sämtliche oberirdische Teile abgeschnitten. Dann ist die Zwiebel fit für die folgende Blüte im nächsten Jahr und wird so lange im Boden verharren, bis der Winter vorbei ist.

Mit dieser Methode bekommen (nicht nur) Zwiebelpflanzen das Maximum an Nährstoffen zurück. Tulpe, Narzisse & Co sind aber halb so empfindlich wie man glaubt. In der Natur schneidet auch niemand die Blütenstände ab, und die allermeisten von ihnen blühen im nächsten Jahr trotzdem. Zugegeben, das Zurückschneiden ist das Optimum für die Blühkraft – doch das ist unserer Meinung nur notwendig, wenn der Boden nicht stimmt. Denn ansonsten reicht die Nährstoff- und Wasserversorgung locker für den natürlichen Kreislauf mit Blühen, Samen produzieren und welken. Nur überzüchtete Exemplare mögen diese Behandlung wirklich brauchen, robuste heimische Arten jedoch nicht.

Aber letzte Anmerkung: Wenn Sie Ihre Tulpen schneiden, wie oben beschrieben, können Sie absolut keinen Fehler machen. Der obige Spruch ist eher an die sogenannten Natur-Gärtner gerichtet 😉

Gapt Gartenberater: Benutzen Sie zum Schneiden von einzelnen Trieben eine scharfe Rosenschere. Unser Favorit ist die Felco 2, auch deshalb, weil man dafür Ersatzteile wie Klingen und Federn nachkaufen kann. Zum Schneiden von Formen empfehlen wir eine manuelle Handheckenschere.

 
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