Natursteinmauern 2

Trockenmauern mit Natursteinen. Teil 2 der Anleitung mit ästhetischem Finale.

Gartenarbeiten: Erste Reihe der Natursteinmauer Trockenmauern ist gar nicht so schwierig, wenn man penibel darauf achtet, daß jeder einzelne Stein nicht mehr verrutschen kann. Je nach vorgesehener Mauerhöhe, sollte deshalb die unterste Steinreihe einbetoniert werden. Man kann das aber auch ausfallen lassen, wenn ein wirklich fester Sitz garantiert ist. Eine Schicht Beton ist aber dennoch sehr hilfreich, um mit den unterschiedlichen Steinhöhen variieren zu können und die Oberkante der ersten Reihe auf das gleiche Niveau zu bekommen. Denn mit etwas Beton darunter kann man den Stein sehr gut mit einem Gummihammer auf die richtige Höhe dreschen, so daß die darüber liegende Reihe einfacher und ästhetischer zu setzen sein wird. Ebenfalls ist mit einem Betonkeil ein späteres Wegrutschen der untersten Reihe ausgeschlossen. Wenn die erste Reihe sitzt, wird sie auf der Hangseite mit pappiger Erde hinterfüttert. Die Erde wird dann vorsichtig, aber sehr sorgfältig verdichtet, so daß der entsprechende Stein nicht verrutscht.

Gartenarbeiten: Natursteinmauer - weitere Reihen Nun wird die nächste Reihe Steine aufgesetzt, und das funktioniert wie folgt. Jeder Stein sollte mittig über einer Fuge sitzen und muß perfekt aufsitzen, ohne im geringsten zu kippeln. Ist das in der richtigen Position nicht möglich, werden von irgend einem anderen Stein kleine und große Splitter abgeschlagen und der passende so darunter geschoben, daß er völlig stabil an drei Stellen aufsitzt. Zwischenräume werden dabei mit Erde aufgefüllt. Eine wunderbare Begründung für die Dreipunktauflage ist folgendes- ein Tisch mit drei Beinen kann niemals wackeln !!!

Jetzt wird auch diese Reihe mit Erde hinterfüttert, wozu sich ein schwerer Hammer besonders gut eignet. Aber dabei wird nicht etwa mit dem Eisenkopf, sondern mit dem Stiel verdichtet. So kommt man in engere Zwischenräume, konzentriert aber das ganze Gewicht auf weniger Fläche. Auch die Fugen werden mit Erde zugestopft und so geht das immer weiter. Manchmal ist es nicht ganz einfach die richtigen Steine zu finden, um bei den nächsten Reihen wieder ein gleichmäßiges Niveau zu bekommen. Irgendwie klappt es aber immer. Wenn alle Reihen gesetzt sind, können die Pflanzen wieder ins Beet und vielleicht auch die Fugen mit genügsamen Blümchen bepflanzt werden.

Gartenarbeiten: fertige Natursteinmauer Damit ist die Arbeit aber noch längst nicht beendet. Was für den Normalbürger, genau so wie die Arbeitsvorbereitung unsichtbar bleibt, ist die Nachbereitung. Das ganze Werkzeug und Material muß wieder verschwinden und gereinigt werden. Überflüssige Erde, ausgestemmte Betonbrocken des Palisadenfundaments, die Palisaden selber und auch Reste von Verbrauchsmaterial, müssen getrennt zum Entsorger transportiert werden. Vom Zeitaufwand für die neuen Blümchen, die man zwischendurch mal besorgt hat, ganz zu schweigen. Wenn Sie so etwas also selber machen möchten, rechnen Sie allermindestens mit der dreifachen Zeit, in der Sie sich in Ihrer kühnsten Phantasie vorstellen, ein paar olle Steinchen aufschichten zu können! Denn das ist, wie so oft, nicht die Hauptarbeit!

Wer es aber nach Abschluß aller Nebenarbeiten nicht abwarten kann, kann die Steinchen noch ein bißchen abwaschen und wird fürstlich mit einem herrlichen Anblick belohnt. Beim nächsten Regen passiert das allerdings von alleine. Naturstein ist ein tolles Material, in welcher Form und Farbe auch immer. Doch nicht nur die Optik ist überzeugend, sondern auch die unbegrenzte Haltbarkeit.

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