Natursteinmauern 1

Trockenmauern mit Natursteinen. Hier die zweiteilige Anleitung dazu.

Gartenarbeiten: Kesseldruck-imprägniertes Holz Häßliche Baustoffe gibt es überall zu kaufen, und das wird leider auch gemacht. Zu den schlimmsten Verfehlungen zählt eindeutig Kesseldruck-imprägniertes Holz. So was gehört auf den Kinderspielplatz und ist nach 10 Jahren sowieso weggefault, wenn es irgendwo im Boden steckt. Doch was kann es Schöneres und Dauerhafteres geben, als Naturstein? Inzwischen gibt es sogar ganz ansehnliche Nachbildungen aus Beton, die sind aber auch meistens nicht billiger, als ein echtes Original. Wie man mit unregelmäßigen Natursteinen trocken mauert, erklärt die folgende Anleitung.

Trockenmauern heißen so, weil sie ohne Zement oder Bindemittel geschichtet werden. Deshalb eignen sich auch nur bis zu einer begrenzten Höhe, abhängig von der Form der Steine. Es gibt völlig unbearbeitete Bruchsteine, die natürlich niemals glatt aufeinander liegen, aber auch solche, deren Ober- und Unterseiten plangeschliffen sind. Diese sind leichter zu verarbeiten, die Fugen sehen aber auch dementsprechend unnatürlich aus. Was wir bei diesem Beispiel verwenden, sind grob gebrochene Bruchsteine, um einen kleinen Hang abzufangen. Solche Trockenmauern haben dabei immer eine deutliche Neigung gegen den Hang, um sich gegen den Druck des Erdmaterials zu stemmen. Das ist besonders wichtig, weil es ja auch mal regnet und der vollgesogene Boden dadurch in Bewegung geraten kann.

Gartenarbeiten: Graben für ein Fundament der Natursteinmauer schaffen Gartenarbeiten: Schotterschicht für Natursteinmauer verdichten

Die eigentliche Arbeit beginnt mit den Vorbereitungen, wozu selbstverständlich auch die Steinauswahl und Materialtransport gehört. Das sollte man nicht unterschätzen, denn es sind viele Tonnen, die bewegt werden müssen. Ist alles vor Ort, wird alles im Beet, was stören könnte komplett ausgepflanzt. Die hier vorliegenden, schwer angefaulten Palisaden mußten erst mal raus, um den Graben für ein Fundament zu schaffen. Dieses wurde etwa in doppelter Breite der künftigen Bruchsteine ausgehoben und dann mit Schotter verfüllt (Fachbegriff Mineralgemisch). Die Höhe, bzw. Tiefe, kann dabei nur annähernd festgelegt werden, da die Steine ja auch unterschiedliche Größen besitzen. Man muß also in etwa ausmessen, wie viele Steinreihen vorgesehen sind, um die gewünschte Mauerhöhe zu erreichen und dementsprechend das Niveau der Schotterfläche anlegen. Diese Schotterschicht wird so dick, und so oft verdichtet, bis sich da nichts mehr bewegt. Das geschieht am besten mit einem Vibrationsstampfer, mit viel Schweiß und einem Handstampfer geht es aber auch. Wenn die Fundamentfläche einigermaßen eben und waagerecht ist, kann mit dem eigentlichen Mauern begonnen werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie in Teil 2, Trockenmauern mit Natursteinen.

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