Maulwürfe und Wühlmäuse- Flucht bei Schall und Rauch

Tierische Mineure können zu einer Plage werden. Mit einfachsten Mitteln kann man sie jedoch loswerden. Beispielsweise mit einer Flaschenkomposition.

Gartenarbeiten: MaulwurfshügelEin ehemals prachtvoller Rasen sieht ziemlich übel aus, wenn darauf eine Hundertschaft von Maulwurfshügeln thront. Natürlich gibt es im Handel entsprechende Fallen, Gifte und Gase gegen sie- das ist aber illegel, denn sie sind inzwischen eine geschützte Tierart. Man darf sie nicht töten, sondern nur vertreiben. Über ätherische Öle oder andere Duftstoffe, die in die Gänge appliziert werden, können wir keine definitive Aussage treffen. Doch die folgenden Methoden scheinen prima zu funktionieren.

Einige unserer Kunden schwören auf einen Maulwurf-Pieper. Das ist ein meist solarbetriebenes Gerät, das in regelmäßigen Zeitabständen einen hochfrequenten Ton abgibt. Es wird ahnlich wie eine Solarlampe einfach auf den Rasen gesteckt und piept dann vor sich hin. Seitdem sei nie wieder ein Maulwurf aufgetaucht, so die entsprechenden Anwender. Der Nachteil ist, daß dieser Ton ziemlich nervig sein kann, sofern man ihn noch wahrnehmen kann. Älteren Leuten ist es egal, denn wegen der natürlichen Abnahme des hörbaren Frequenzbereiches, kriegen sie davon sowieso nichts mit.

Die billigere Methode ist es Flaschen in die Maulwurfshügel zu stecken. Doch wohlgemerkt mit dem Flaschenhals nach oben! Nicht selten sieht man es umgekehrt, doch das hat überhaupt keinen Effekt. Der Wind soll nämlich darüber ziehen und einen brummenden Ton erzeugen, der offensichtlich unangenehm für Maulwürfe und Wühlmäuse ist. Noch effektiver soll es sein die Flaschen über einen dünnen Metallstab zu stülpen. Bei Wind kommt dann zum Brummton ein Kratzton hinzu und wird über das Metall in den Boden geleitet. Als Erklärung dafür bietet der wachsame Gärtner das Folgende an: Möglicherweise orientiert sich dieses Getier unter der Erde durch Schall und findet dadurch seine Beute. Ist es zu laut, sind sie vielleicht orientierungslos. Dies ist lediglich eine Vermutung, doch mit Sicherheit fühlen sich die Maulwürfe gestört.

Eine sehr interessante Beobachtung kann das unterstützen. Zwei Grundstücke, die wir betreuen, liegen direkt nebeneinander. Das eine ist eher eine Streuobstwiese und dauernd voller Maulwurfshügel. Das andere ist ein Edelgarten und hat davon keinen einzigen. Die Lösung des Rätsels könnte sein, daß der Garten ohne Maulwürfe einen Gartenteich hat. Dort plätschert ständig ein kleiner Wasserfall und schickt seinen "Krach" direkt in den Boden. Welcher Ton es ist, der die Maulwürfe vertreibt scheint also völlig egal- Hauptsache es ist laut! Dabei scheint es wichtig zu sein, daß der Schall direkt in die Erde geleitet wird, denn selbst auf den Wiesen von Kindergärten treten manchmal Maulwurfshügel auf. Dies bleibt selbstverständlich eine Theorie, die überprüft werden muß, doch sicherlich wäre es ein interessanter Untersuchungsgegenstand.

Gartengeschichte:
Einstmals hatte eine Dame genug von den Maulwürfen und kaufte sich eine nicht unerhebliche Menge von Gasfallen. Selbige positionierte sie sorgfältig in ihrem Garten und aktivierte sie. Dann legte sie sich in ihrer Souterrainwohnung ein bißchen auf's Ohr... daß sie je wieder aufwachte, verdankt sie ihrer Tochter!
Gas, das sich in Maulwurfsgängen verteilen soll, sinkt natürlich nach unten!!! In diesem Fall ins Schlafzimmer der Dame, das unterhalb des Bodenniveaus lag. Nachdem also die Tochter wegen des Gestanks die Feuerwehr gerufen hatte, durfte diese die Fallen unter Vollschutz entsorgen, sowie die gesamte Luft der Souterrainwohnung herauspumpen. Ob das Kellergeschoß danach noch bewohnbar war, ist nicht überliefert...!