Johannisbeeren schneiden

Johannisbeeren richtig schneiden - ein universelles Prinzip sehr einfach erklärt. Das Ergebnis sollte eine luftige und symmetrische Form sein.

Leckere Johannisbeeren gib's nicht umsonst. Entweder man muss sie im Laden bezahlen oder die im eigenen Garten richtig pflegen. Es gibt aber unterschiedliche Sorten, die unterschiedlich geschnitten werden. Sie haben jedoch eine Gemeinsamkeit, die das Schnittverständnis enorm vereinfachen. Hier erklären wir das Prinzip dahinter, womit Sie alle Sorten beruhigt schneiden können.

Alte und neue Triebe der Johannisbeere

Johannisbeeren. Die Gemeinsamkeit.

Rote, weiße und schwarze Johannisbeeren produzieren ihre Früchte am mehrjährigen Holz. Das können zweijährige, dreijährige oder vierjährige Triebe sein... das interessiert uns aber gar nicht, wenn wir das folgende Denkmodell anwenden. Wir unterscheiden einfach zwischen alt, mittelalt und jung.

Nun wissen wir jedoch, dass überalterte Triebe kaum noch Früchte produzieren und die jungen dazu noch gar nicht in der Lage sind. Folglich sind es die mittelalten Äste, die wir fördern müssen! Um aber auch im nächsten Jahr eine reiche Ernte zu erhalten, brauchen wir die jungen Triebe. Also brauchen wir noch nicht mal zu wissen, um welche Sorte es sich handelt.

Der Schnitt von Johannisbeeren, einfach auf den Punkt gebracht.

Was wir also tun müssen, um Johannisbeeren korrekt zu schneiden, ist einfach altes Holz zu entfernen, das mittelalte Holz stehen zu lassen und zu versuchen, neues junges Holz zu erzeugen. Und das ist ziemlich simpel. Logisch ist, dass das älteste Holz das dickste ist. Es ist auch einfach zu erkennen, an der rauhesten Rindenstruktur. Bei der Johannisbeere gibt es meist zwei oder drei dicke Triebe davon, die wir nun aber nicht ebenerdig absägen, sondern einen Stummel stehen lassen. Dort befinden sich schlafende Augen, von denen einige wieder austreiben werden. So erzeugen wir also frische, neue Triebe für die folgenden Jahre.

Zusammengefasst ergibt das eine sehr simple Schnittanweisung: Alte Triebe mit Stummel absägen, mittelaltes Holz stehen lassen und an schon bestehenden jungen Trieben überhaupt nichts schneiden.

Johannisbeeren. Ein ordentlicher Schnitt.

Ziel von gärtnerischen Schnittmaßnahmen ist immer eine luftige Symmetrie. Und zwar so, dass alle Triebe ausreichend Licht bekommen, so dass die Früchte auch durch die Energie der Blätter versorgt werden können. Deshalb müssen wir nun noch ein bisschen aufräumen.

Als Fein-Tuning werden nun also auch alle kleineren Ästchen weggeschnitten, die ins Innere des Johannisbeerstrauches sprießen. Ebenso die, die zu nah aneinander wachsen und sich gegenseitig Konkurrenz machen würden. Auch solche Triebe, die sich zu sehr zum Boden neigen. Und entdeckt man Totholz, wird auch das standardmäßig entfernt.

Das Ergebnis sollte eine luftige und symmetrische Form sein. Stellen Sie sich einfach vor, wie die Äste belaubt aussehen, und ob sie sich dann gegenseitig beschatten würden. Und denken Sie dabei auch an das Wort 'Harmonie'. Dann liegen Sie immer richtig und werden nicht zögern windschiefe Äste einfach abzusäbeln.

Johannisbeeren pflegen durch Düngen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Fruchthölzern ist das Düngen bei Johannisbeeren angebracht. Dafür kann man speziellen Beerendünger kaufen, ein bisschen Blaukorn tut's aber auch. Nun stellt sich noch die Frage, wann macht man das alles überhaupt? Natürlich am besten vor oder während der Vegetationsperiode im Frühjahr. So wird der Dünger nicht über den Winter aus dem Boden gewaschen und die Schnittwunden verheilen besser. Das ist auch ein allgemeines Prinzip der Pflanzenwelt.