Gräser schneiden- Gartenarbeit im Frühling

Ziergräser schneiden – neuer Look im neuen Jahr. Im Frühjahr ist es Zeit den Gräsern eine neue Frisur zu verpassen. Wieso aber erst im Frühjahr?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist, dass viele Ziergräser oben wie unten horstbildend sind und die vertrockneten Halme über den Winter einen gewissen Kälteschutz darstellen. Das Leben findet in der Wurzel statt und die soll durch den oberen Bewuchs vor Schnee und Eis geschützt werden.

Grund zwei ist rein ästhetischer Natur. Die Gräser sehen mit ihren Samenständen und Blüten des letzten Jahres noch sehr anständig aus, besonders wenn sie vor Raureif im Schnee glitzern. Davon hat die Pflanze nichts, denn die Halme sind längst abgestorben. Ebenso verhält es sich mit Grund drei, der einfach praktische Bedeutung hat. Einen Teil der Gräser braucht man im Frühjahr noch nicht mal zu schneiden, denn die alten Halme lassen sich kinderleicht ausrupfen.

Gräser schneiden- Gartenarbeit im Frühling

Nun stellt sich die Frage, ob es eine Faustregel gibt, bis wohin heruntergeschnitten werden soll. Die gibt es, doch wie gewohnt sind es bei uns keine Zentimeterangaben, sondern hängen von der Pflanze selber ab. Bei ausrupfbaren Gräsern erübrigt sich die Frage, denn wenn man alles tote Material entfernt hat, ist es von Natur aus perfekt. Bei den anderen Gräsern wird nur so tief geschnitten, dass man keinen grünen Kern im Inneren der neuen Grastriebe sieht.

Ziergräser erst im Frühjahr herunterschneiden Ziergräser schneiden: bis oberhalb des grünen Kerns

Um den allersten Blattrieb, der erscheinen wird, rollen sich nämlich noch die abgestorbenen Blattreste des Vorjahres. Das sind mehrere Schichten, und genau so geschichtet ist auch der Neutrieb angelegt. Schneidet man also ins bereits gebildete Grün, schneidet man damit die neue Spitze ab. Es kann dann passieren, dass diese Spitze braun austreibt und braun bleibt, auch wenn sie schon etliche Zentimeter gewachsen ist. Das ‚kann‘ – abhängig von der Ziergrasart und dem Schnittzeitpunkt passieren – muss aber nicht. Testen Sie Ihre Gräser ein mal aus und Sie wissen es für immer!

Doch auch wenn mal ein Spitzchen braun wird, ist das nicht dramatisch. Man kann das später ja auch rausschneiden und die Gräser stört das überhaupt nicht. Die Form die geschnitten wird, ist ebenfalls abhängig von der Pflanze. Meistens kommt eine Halbkugel dabei raus, ältere Gräser können sich aber auch mal zu einem flachen Teppich ausbreiten. Wichtig ist dabei nur zu wissen, dass so viel abgestorbenes Pflanzenmaterial wie möglich herauszuholen ist, ohne die möglichen Neutriebe im Kern zu beschädigen. Dann liegt man immer richtig.

Gapt Gartenberater: Benutzen Sie zum Schneiden von einzelnen Trieben eine scharfe Rosenschere. Unser Favorit ist die Felco 2, auch deshalb, weil man dafür Ersatzteile wie Klingen und Federn nachkaufen kann. Zum Schneiden von Formen empfehlen wir eine manuelle Handheckenschere.

 
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