Bolivianische Bodenfunde

In eigener Sache: Verrückte Gärtner unterstützen verrückte Projekte. Warum nicht mal die südamerikanische Archäologie?

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Was haben vergangene Kulturen mit dem Thema Garten zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts - doch auch hier obsiegt die Neugier. So, wie wir versuchen das Gärtnern systematisieren und damit verständlich zu machen, hat die akzeptierte Archäologie offensichtlich auch noch einen gehörigen Schuß Logik nötig.

Es wird sicher nicht die letzte Rückdatierung der klassischen Archäologie sein, die plötzlich keulenschwingenden Vollidioten vor 8.700 Jahren, die erste professionelle Maiszüchtung attestieren. Und jeder kennt Berichte über die Hochkulturen der Mayas, Azteken oder der Inkas, mit weiteren unglaublichen Leistungen.

Doch das sind nur die schillernden Namen der höchst erstaunlichen Völker, über die die Medien berichten. Doch woher kamen die großen, blonden Chachapoyas, wie kommen sumerische Keilschriftzeichen nach Südamerika und mit welchen Mitteln konnte Tiahuanaco erbaut werden? Gigantische Bauwerke aus hoch präzise bearbeitetem Hartgestein und millimetergroßen Bohrungen sind nicht das einzige Markenzeichen eines ungelösten Rätsels.

Die klassische Archäologie hat wenig Veranlassung sich solchen Fragen zu stellen. Es gibt jedoch interessierte Forscher, die auf eigene Faust versuchen sich einer Antwort zu nähern. Und zwar mit privat organisierten Suchtrupps, die hauptsächlich in Bolivien operieren. Ausgestattet mit Satellitenbildern, antiken Karten und offiziellen Empfehlungsschreiben, bewegen sie sich abseits aller bekannten Touristenpfade. Der Auftrag lautet meist; interessante Plätze aufzuspüren, Fotos von den Fundstellen zu schießen, Proben zu analysieren und neue mythische Erzählungen der Einheimischen mitzubringen.

So auch bei der letzten Forschungsreise, dessen Highlight nun beschrieben werden soll. Der robuste Expeditionsleiter, Engelbert Ferstl, ist schon seit Jahrzehnten regelmäßig in Südamerika unterwegs. Diesmal nahm der Auftragsabenteurer einen archäologisch interessierten Mitreisenden mit. Letzterer erwies sich als hilfreicher Glücksfall, der die Sedimente der Umgebung von Tiahuanako genau untersuchte und sorgsam dokumentierte.

Durch die Unbillen des Wetters mußte die kleine Privatexpedition jedoch kurzfristig zur winzigen Provinzhauptstadt Azurduy verlegt werden. Auch hier genießt Ferstl vollstes Vertrauen von Seiten den Einheimischen. Südamerikanische Regierungen wissen sicherlich auf welchem Schatz der Erkenntnis sie sitzen, doch die Landbewohner wissen es noch besser. Sie zeigten ihm und dem Mitreisenden eine versteckte Höhle, die vielleicht noch mehr Interessantes zu bieten hat, als die oberflächliche Sichtprüfung erahnen läßt.

Die Einheimischen sprachen von weiteren Höhlen, die aber zu dieser Zeit nicht mehr aufgesucht werden konnten. Regenfälle und Überschwemmungen verhinderten sogar den Aufbruch zum Zielpunkt 3 der Forschungsreise. Der Auftrag lautete den Weg einer spanischen Schatzkarte aus dem Jahr 1699 nachzuvollziehen. Mehrere hundert Kilometer südlich von Azurduy entfernt, grob in der Nähe von Tarija, liegen möglicherweise weitere Geheimnisse der Archäologie.

Gapt unterstützt mit dem größten Vergnügen Projekte, die sich abseits von vermeintlich sicherem Wissen bewegen. Damit solche bemerkenswerten Eigeninitiativen weitergeführt werden können, braucht es natürlich auch die entsprechenden Finanzen. Statt zur Spende zu bitten, rufen wir deshalb dazu auf, in einen unvergesslichen Abenteuerurlaub zu investieren und selbst mitzufahren !

Geschlecht und Alter ist egal, körperliche Fitness, sowie Marsch- und Bergtauglichkeit sind jedoch Grundvoraussetzung. Und ebenso eine große Portion Leidensfähigkeit und Humor!

Wer also für etwa 4 Wochen einen wirkliches Abenteuer erleben möchte, meldet sich zunächst bitte bei gapt@gartenpflege-tipps.de. Inklusive aller Flüge beläuft sich der Unkostenbeitrag etwa 3.000 Euro.