Schäden an der Muschelzypresse durch Bauarbeiten

Im Eingangsbereich stehen mehrere große Zierbäume darunter eine Muschelzypresse. Bei den Bauarbeiten wurde die Krone in einer Länge von ca. 2m so beschädigt, daß wir sie abschneiden mußten. Ist dieser Baum noch zu retten?

Wir haben begonnen den Garten unseres gerade erworbenen Altbaus zu pflegen. Leider wurde seit Jahren in dem Garten nichts mehr getan. Im Eingangsbereich stehen mehrere große Zierbäume darunter eine Muschelzypresse. Diese hatte eine Höhe von ca. 5,5 bis 6 Meter. Bei den Bauarbeiten wurde die Krone in einer Länge von ca. 2m so beschädigt, daß wir sie abschneiden mußten. Da die Pflanze auch in der Breite verkleinert werden muß (sie wächst ins Nachbargrundstück und versperrt den Durchgang zum Eingang) ist nun meine Frage: Ist dieser Baum noch zu retten? Ich habe auf Ihrer Seite gelesen, daß die neuen Triebe keine Muschelform mehr haben können. Außerdem ist der Baum innen fast hohl, bzw. braun, schneide ich außen die mindestens benötigten 50 cm ab, ist er ganz braun. Ach ja, der Stamm hat einen Durchmesser von ca. 12 cm sitzt aber auf einem riesigen knollenartigen Stamm. Es wäre sehr schön, wenn Sie mir weiterhelfen könnten, denn jeder andere sagt, man könne mit diesem Baum nichts mehr machen.

gapt-Gartenberater
Falls Ihre Muschelzypresse überhaupt Wildtriebe produziert, können Sie diese ganz einfach nachschneiden, sobald sie auftreten. Die Wachstumsrate ist gering, das ist also kein großer Aufwand.

Obwohl wir Ihren Baum nicht kennen, könnte die Lösung Ihres Problems folgendes sein;
Wenn Ihrer Muschelzypresse 2 Meter Spitze fehlen, sind offensichtlich noch fast 4 Meter vorhanden. Sie könnten Sie also bis zu einer Höhe von etwa 2 Metern aufasten (alle Äste direkt am Stamm absägen), so daß Sie eine schirmförmige oder zylindrische Form bekommen. Die braunen Nadeln schütteln Sie sorgfältig aus dem Inneren raus, so daß wieder Licht eindringt. Diese vertrockneten Nadeln sind übrigens völlig normal und typisch für die Muschelzypresse. Das Absammeln und Ausputzen dürfte dabei die zeitintensivste Arbeit sein.

So wäre der Nachbareingang frei, und Sie hätten einen besonders hübschen Baum mit bizarrem Stammwuchs. Vielleicht könnte man sogar eine Bank oder Stühle drunterstellen und hätte ein lauschiges Plätzchen für den Sommer. Damit einem die Nadeln nicht in die Kaffeetasse fallen, sollte man braune Nadeln immer wieder mal rausschütteln. Diese werden aber nicht mehr so schnell auftreten, wenn das Innere nun lichtdurchflutet ist. Es kann zwar ein paar Jahre dauern, aber die Krone wird wahrscheinlich auch wieder grün. Und auch wenn das Dach später nur aus Wildtrieben bestehen sollte, könnte das, in Form geschnitten, auch recht nett aussehen.

Das Aufasten dürfte Ihrer Muschelzypresse, so wie Sie sie beschreiben, normalerweise nichts ausmachen. Nach dem Schnitt tüchig zu gießen, wird ihr aber gut tun. Wenn Ihr Bäumchen keine weiteren Bauschäden hat, könnten Sie in Zukunft vielleicht sogar die neidischen Blicke Ihrer Nachbarn ernten 😉

 
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