Rosenschnitt bei Stamm- und Buschrosen

Bitte erklären Sie mir genau was das Auge ist, bei dem ich schneiden kann. Habe Stamm- und Buschrosen.

Gapt-Gartenberater: was ein Auge ist, und wann, wo wie und warum geschnitten wird, erfahren Sie in etlichen Artikeln auf unserer Webseite: Rosen schneiden

Das "Auge" bei der Rose

Bei Hochstammrosen (auch das ist erklärt) schneiden Sie im Prinzip ganz genau so wie bei Edelrosen. Also oberhalb der Veredelungsstelle, die bei Hochstämmchen natürlich nicht am Boden, sondern oben an der Krone ist. Dort, wo sich die Rose oben zu verzweigen beginnt, ist die Veredelungsstelle, die nicht beschädigt werden darf. Von dort aus zählen Sie grob 2-5 Augen ab und kappen die Triebe kurz darüber. Schön auslichten, dass nur noch wenige kräftige Triebe stehenbleiben. Eine Art lockeres, symmetrisches Grundgerüst, ähnlich einer gespreizten Hand.

Bei Buschrosen und Bodendeckerrosen ist eigentlich alles egal. Da zählt man nicht die Augen, sondern schneidet sie radikal runter. Beim Frühjahrsschnitt von Rosen können Sie nichts falsch machen, solange die Veredelungsstelle nicht weggeschnitten wird.

Denn erwischen Sie die Veredelungsstelle, treibt die wilde “Unterlage” wieder aus und hat mit der ursprünglichen Rosenblüte und Farbe nichts mehr zu tun.

Schlußendlich sei noch mal betont, dass entgegen der verbreiteten Meinung der Rosenschnitt so ziemlich das Einfachste beim Gärtnern ist. Je brutaler der Schnitt ist, desto üppiger treiben Sie wieder aus. Die einzige Schwierigkeit beim Rosenschnitt ist sie so zu schneiden, dass sie exakt in der optimalen Form wachsen. Also ein Grundgerüst anzulegen, das viele Nachschnitte in der Wachstumsperiode unnötig macht.

Aber muss man das überhaupt, wenn man kein absoluter Rosenfetischist ist? Mann kann Rosen jederzeit nachschneiden – demnach wachsen und blühen sie auch ohne Super-Spezialbehandlung. Und sollte die Wuchsform in diesem Jahr nicht genehm sein, wird das nächste Frühjahr kommen, wo man alles wieder korrigieren kann.

Wenn Sie alle Artikel vom Link oben gelesen haben, werden Sie feststellen, dass Sie sorgenlos an jeden Rosenschnitt gehen können, allein dadurch in der Lage zu sein, die Veredelungsstelle zu erkennen – und das ist sehr einfach!

Gapt Gartenberater: Benutzen Sie zum Schneiden von einzelnen Trieben eine scharfe Rosenschere. Unser Favorit ist die Felco 2, auch deshalb, weil man dafür Ersatzteile wie Klingen und Federn nachkaufen kann. Zum Schneiden von Formen empfehlen wir eine manuelle Handheckenschere.

 
Scroll to Top