Rhizinus im Garten mit Tieren

Da ich in diesem Jahr erstmals Rhizinus in den Garten setzen möchte (zuvor selbst aus Samen ziehen, wenn’s klappt) habe ich nun eine Frage: wie ich gelesen habe, sind die Blüten usw. hochgiftig. Für Mensch oder auch für Tier? Wir haben nämlich Gänse und Enten freilaufend im Garten und da kann es schon vorkommen, da? die ein oder andere Pflanze angeknabbert wird. Sollte ich nun auf meinen Rhizinus besser verzichten?

Gapt-Gartenberater:

Über die Biologie Ihres Federviehs wissen wir leider nicht genug. Die Samen der Rhizinuspflanze sind definitiv hochgiftig. Das heißt die Samenschalen, in denen sich das Rizin befindet, das in einer Dosis von weniger als einem Milligramm schon tödlich wirken kann. Aber sind auch die Blätter giftig? Wir haben es nicht rausbekommen und können Ihnen nur einen Denkanstoß geben, indem wir ein paar Geschichten zu Giftpflanzen erzählen.

Haben Sie zufällig auch Eibe, Fingerhut oder Herbstzeitlose im Garten? Nicht nur das ist hochgiftig und tödlich! Doch uns ist nur eine Tiergattung bekannt, die nicht weiß, was sie fressen darf- Huftiere, insbesondere Pferde. Zu Kutschenzeiten fällten die Franzosen alle Eiben, die sie fanden, weil die Gäule davon am Wegesrand fraßen und einfach tot umfielen. Die Germanen vergifteten mit Eibe sowohl ihre Pfeile, als auch ihre Feinde. Fingerhut, also Digitalis, wird als Zierpflanze häufig verkauft. Es reichen kleine Mengen, um Ihr Herz aussetzen zu lassen. Die Herbstzeitlose erledigt einen ausgewachsenen Menschen ebenfalls sehr effektiv.

Was Tiere anbetrifft können wir nur sagen, daß deren Lebensraum seit je her voll von extrem starken Giftpflanzen ist, die kaum noch jemand kennt. Giftpflanzen sind allgegenwärtig, das ist natürlich. Natürlich ist aber auch, daß man keine mögliche Sorgenquelle im Garten haben möchte. Sie müssen also selbst entscheiden.

 
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