Mit welchem Wasser gieße ich meine Tomatensamen?

Welches Wasser nehme ich zum Gießen meiner Tomatensamen an der Fensterbank? Leitungswasser?

Welches Wasser nehme ich zum Gießen meiner Tomatensamen an der Fensterbank?
Leitungswasser oder destilliertes Wasser?

Das gapt-Team:
Überlegen Sie einfach, welches Wasser die Pflanzen in der Natur oder die Tomaten im Kleingarten bekommen, dann kennen Sie sofort die Antwort.

Die Art des Wassers ist völlig egal, denn das Keimen ist ein physikalischer Prozess, der den Samen aufquellen lässt. Die Nährstoffe für das erste Wachstum befinden sich INNERHALB des Kern, weswegen anfangs nichts anderes außer dauerhafter Feuchtigkeit nötig ist.

Tomatensamen gießen

Destilliertes Wasser ist aber auch deshalb Verschwendung, weil es niemals destilliert in der Anzuchterde ankommt. Es mischt sich sofort mit den anderen Bestandteilen des Bodens.

Bei solchen Fragen muss man sich nur die Natur zum Vorbild nehmen. Es ist ein seit Jahrmillionen funktionierendes System, das man für gärtnerischen Erfolg nur kopieren muss. Weil es aber in der gesamten Geschichte unseres Planeten noch nie destilliertes Wasser geregnet hat, scheidet dieser Gedanke schon mal kategorisch aus. Oder besser gesagt: Destilliertes Wasser kann keinesfalls das Optimum sein, weil es den bewährten Naturprinzipien widerspricht.

Nun müsste man noch darüber nachdenken, ob sich Leitungswasser von Regenwasser unterscheidet. Sicher gibt es da einige Differenzen, allein schon wegen der physikalischen Bedingungen. Regenwasser ist nämlich keine reine Substanz mehr, sobald sie auf den Boden trifft. Der platschende Einschlag eines Tropfens verteilt automatisch die in der Erde gelösten Nährstoffe, im Moment, wo er auf die Erde trifft. Folglich kann Leitungswasser auch nicht die besten Bedingungen bieten, denn da sind überdies auch noch antiseptisch wirkende Stoffe wie Chlor drin.

Logische Folgerung:
Nehmen Sie einfach kostenloses Wasser aus einer Regentonne, falls Sie an sowas rankommen. Das hat zwar nicht ganz den gleichen Effekt, wie ein Tropfen der auf den Boden fällt. Dennoch hat es auf der Strecke vom Dach über die Rinnen einige Mineralien und Nährstoffe aufgenommen. Das natürliche Optimum ist das zwar noch nicht, kopiert es aber am besten.

Normales Leitungswasser ist jedoch noch nicht aus dem Rennen, wenn es darum geht das selbe Resultat ohne zusätzlichen Aufwand zu erzielen. Der Unterschied wird sehr gering sein, um Samen zum Keimen zu bringen. Was danach geschieht, wenn man damit weitergießt, ist eine andere Sache.