Fröhliche Korrespondenz- Spontanliteratur zum Gießen von Säulenzypressen

Vor einigen Monaten hatten Sie mir bei einer Frage in meinem Garten derart nett geholfen, daß ich Sie jetzt leider wieder belästigen muss ! Das haben Sie jetzt davon !!

Es geht um Säulenzypressen die ich seit der letzten Woche in meinem Garten habe. Es sind ca. 60 bis 70cm große Bäumchen bei denen ich nicht so recht weiß, wie oft man sie gießen soll. Daß es sich  um Pflanzen handelt, die bekanntlich relativ wenig wenig Wasser brauchen, das weiß sogar ich. Nur – wieviel ist relativ wenig ?

Allah sei Dank, daß es in diesem Sonnensystem gapt gibt, das bekanntlich alles weiß 🙂 ! Dies stimmt mich fröhlich und läßt mich vertrauensvoll in die Zukunft blicken ! Wenn Sie nun Ihrer endlosen Güte und Menschenfreundlichkeit die Krone aufsetzen und mich aufklären, wieviel diese wirklich eleganten schönen Pflanzen an Wasser brauchen – dann  haben Sie die Gewissheit, einem  dahinvegetierenden menschlichen Wesen einen großen Gefallen getan zu haben.

Gapt-Gartenberater:

Gartenfragen: (Smaragd-) ZypressenOb der Dringlichkeit der prekären Situation trat der vollständige Gärtnerstab umgehend zusammen und disputierte die vorliegende Bredouille. Das Protokoll abkürzend, formulierte Assessor A. in erfrischender Kürze und Klarheit folgendermaßen;

Weder weiß man Wuchs, noch Behältnis, oder ob gar nackter Boden der Wildnis der Säulenzyprioten Wurzeln umfängt, noch sind der scharfen Sonne Unbillen, durch die Kenntnis des Standorts erwogen. Gewiß, diesen Buschwerks Durst scheint mäßig. Empfange der Wißbegierige itzo, ungeachtet ob in Amphore oder Erde verankert, den ewigen Rat. Er gelte für alles Grün, das er künftig zur Blüte zu bringen gedenkt. So zitiere ich nun aus den überlieferten Schriften unseres Meisters Florianus Horticultus:

„Steck‘ den Finger in den Boden, und Du weißt es!“

Mannigfachen Dank für diesen löblichen Versuch, mich von der Unbill der Ahnungslosigkeit zu befreien. Hosseia, es ist Ihnen geglückt. Ich habe dem Rat des hehren Gärtnergremiums folgend, einen – ich weiß jetzt vor Aufregung und Glückseligkeit Freude gar nicht mehr welchen – Finger in die Mutter Erde (igitt, wie sich das anhört) gesteckt.  Der Erfolg: Er kam rabenschwarz wieder aus und zeigte aber sonst keinerlei Auffälligkeiten. 🙂

Ich nehme an, daß ich das mit meinem einfachen Gemüt richtig verstand  und nun weiß, wie oft oder wie intensiv man gießen muss. Hera und Zeus sei gedankt.

Gapt-Gartenberater:

Niemals erblickten wir seit ehedem, ein durch Zehrung an köstlichem Naß verendetes Zypriengewächs. Lang vorab ermattete stets der grüne Glanz der Nadel und wandte sich nach Braun. Erschaut er solches, so handle er rasch.
Doch Feuchte im Kontinuum gibt auch jenem Kraute gut Gedeih, sofern gestaute Nässe sich nicht bilde. Sodann befällt der Wurzel Fäule der edlen Säule Fuß. Des Pilzes Phytophthora Cinnamomi Werk, färbt dann ihr Blattkleid wie bei Durst.

Selb‘ Weisheit und der „Fingerzeig“ sei fürderhin sein Wassermaß – Zypressen halt‘ er mäßig naß!

 
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