Weihnachtsbaum recyceln. Kranzunterlage basteln

Nichts bleibt von einem alten Tannenbaum übrig, wenn man weiß, was man alles daraus machen kann. Hier nun aber eine Anleitung, wie man schon beim Weihnachtsbaumkauf Geld für zusätzliche Deko sparen kann.

Wie man alte Weihnachtsbäume wiederverwendet, ist ein großes Thema bei uns. Doch wie man schon maximalen Bastelspaß mit einem frischen Christbaum haben kann, ist ein anderes. Was wir nun hier vorstellen funktioniert mit beiden. Da ein etwas größerer Christbaum aber deutlich weniger kostet, als ein Bund Tannengrün, darf man sich auch grinsend daran machen, alle weitere Deko daraus selbst herzustellen. Hier zeigen wir eine neue Technik, wie es geht.

Kranzunterlagen wiederverwerten

Schlaue Kranzunterlage aus einem Tannenbaum

Werkzeuge

Das Wort "alter" Tannenbaum haben wir bewusst unterschlagen. Denn das was man schon in der Vorweihnachtszeit daraus machen kann, muss nicht erst für Ostern dienen. Nein, die geplante Kranzunterlage kann auch sofort verwendet werden. Wir beschränken uns aber darauf erst mal nur die blanke Kranzunterlage herzustellen. Ob, wann, wie und womit Sie sie belegen bleibt Ihnen überlassen. Dennoch haben Sie die Möglichkeit das Ergebnis direkt zu einem hübschen Advents- oder Türkranz zu machen. Und dafür sehr viel weniger zu bezahlen, als im Blumenladen.

Basiswissen über Kranzunterlagen

Die klassische Kranzunterlage, in allen Größen, besteht aus Stroh. Warum ist das so? Weil dies ein billiges und biegsames Naturprodukt ist, dass sich aufgrund der Halmlänge einfach verarbeiten lässt. Nun haben wir es aber mit den Ästen eines Weihnachtsbaums ebenfalls mit einem billigen Naturprodukt zu tun. Eines, das jedoch nach Weihnachten unweigerlich im Müll landen wird.

Es ist vielleicht noch niemandem aufgefallen, doch Tannenzweige besitzen ähnliche Eigenschaften. Nur an der einfachen Verarbeitung hapert's noch. Aber wir wären nicht GAPT, wenn wir dieses Problem nicht irgendwie lösen könnten.

Eine Kranzunterlage mit einer Klorolle herstellen

Klorolle und Wickeldraht man formt eine Art Materialwurst

Man darf ruhig schmunzeln, doch es funktioniert. Die etwas sperrigeren Äste eines alten oder neuen Tannenbaums lassen sich prima mithilfe eines Tricks verarbeiten. Dazu nimmt man einfach eine Klorolle und stopft ein paar Ästchen hinein. Diese werden dann mit Bindedraht umwickelt und fertig ist der Anfang einer netten Kranzunterlage.

Die Methode läuft ab wie folgt: Die Ästchen werden in die Klorolle gesteckt, bis sie den gleichen gefühlten Durchmesser haben. Dann werden Sie mit dem Draht umwickelt und halten schon mal gut zusammen. Danach schiebt man die Klorolle ein paar Zentimeter nach vorne und steckt weitere Ästchen hinein. Dann nochmals mit Draht umwickeln und so weiter.

Der unschlagbare Vorteil ist, dass man keinen geschlossenen Ring bearbeiten muss, sondern zunächst eine lange Wurst produziert. Denn wenn man als Kern einen Ring benutzt, muss man bei jeder einzelnen Windung den Wickeldraht loslassen, nach innen in den Ring umgreifen, eine halbe Windung nach Außen machen, und dasselbe immer wieder von vorn. Geschätzt 200 mal. Das kann man sich bei der Klorollenmethode sparen, denn es gibt erst einen geschlossenen Ring, wenn man beide Enden zusammenführt.

Den Kranz aus Weihnachtsbaumästen schließen

die Enden verbinden und mit Draht umwickeln Kranzunterlage wurde geschlossen Kranzunterlage mit Klebeband umwickeln

Nun ist es so weit, die Enden werden verbunden. Wir haben extra auch fieses, holziges Material verwendet, um darzustellen, dass die Technik gut funktioniert. Man steckt die beiden Enden dafür zusammen und umwickelt beide mit dem Bindedraht. Danach wird die Klorolle aufgeschnitten und entfernt.

Dabei ist es egal, ob man die Kranzunterlage überall gleich dick hinbekommen hat, sie muss nur gut zusammenhalten. Unterschiedliche Durchmesser kann man nämlich noch sehr einfach beim nächsten Schritt ausgleichen. Und das ist der Schritt, der es unerheblich macht, ob die Weihnachtsbaum-Ästchen frisch oder trocken sind.

Nadelnde Kranzunterlage fixieren

Die Äste eines jeden Nadelbaums werden irgendwann mal abfallen. Egal ob Nordmanntanne, Nobilis oder normaler Tannenbaum. Demnach folgt nun der letzte Schritt, mit dem dafür gesorgt wird, dass die gebastelte Kranzunterlage stubenrein bleibt. Dazu benutzen wir in der Bio-Version normales Maler-Kreppband. Das ist nichts anderes als Papier, mit einer unbedenklichen Klebeschicht. Damit umwickeln wir den gesamten Kranz, um sicherzustellen, dass die Nadeln da bleiben, wo sie sind.

Natürlich könnte man auch ganz normales Klebeband aus Plastik verwenden. Dann sollte man aber ein paar Löcher hineinstechen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. So eine Kranzunterlage aus einem recycelten Weihnachtsbaum ist übrigens wiederverwertbar. Wenn man die Weihnachtsästhetik abdekoriert hat, umwickelt man ihn mit neuem Klebeband und hat eine neue Vorlage für Ostern oder andere Gelegenheiten.

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