Seifenspender aus Kokosnuss bauen

Extrembasteln mit der Kokosnuss. Heute im Angebot: Einen aufsehenerregenden Seifenspender selber basteln

Der Winter ist die Zeit der Kokosnüsse. Denn in normalen Discountern werden sie sonst nicht angeboten und im Garten ist sowieso nichts los. Deshalb ist jetzt genau die richtige Gelegenheit zum Bau eines kultigen Seifen- oder Spüli-Spenders. "Wow!" werden Ihre Freunde sagen, wenn Sie hiermit fertig sind.

Was wir dazu brauchen ist eine Kokosnuss für etwa 2 Euro, einen handelsüblichen Seifenspender für 1,50, sowie einen dünnen Ast für sagenhafte 0 Euro. Dazu ein bisschen Werkzeug und etwas Verbrauchsmaterial und schon kann's losgehen.

Seifenspender im Eigenbau

Zunächst noch etwas zum Verbrauchsmaterial: Zunächst dachten wir, dass wasserfester Leim auch wasserdicht ist- das ist er aber nicht! Deshalb sind wir während des Bastelns auf Silikon umgeschwenkt. Die ersten Fotos zeigen also ein ungeeignetes Produkt, um eine Kokosnuss küchen- oder badtauglich zu machen.

Werkzeuge für einen selbstgemachten Seifenspender

Materialien für einen selbstgebastelten Seifenspender Die wichtigsten Materialien sind oben schon genannt, aber hier noch mal zur Übersichtlichkeit.

  • eine formschöne Kokosnuss
  • einen handelsüblichen Seifenspender
  • einen dünnen Astabschnitt
  • wasserdichten Leim oder transparentes Silikon (ggf. extra Sekundenkleber oder Holzleim für die Füße)

und nun die Liste der Werkzeuge.

  • einen Bohrer (ggf. Akkuschrauber)
  • eine Rundfeile
  • Schleifpapier (ggf. Schleifaufsatz für den Akkuschrauber)
  • eine feine Handsäge

Los geht's mit der Kokosnuss-Bastelei

Loch für den Schraubverschluss markieren Kokosnuss in der oberen Hälfte abtrennen Schraubdeckel eingepassen

Zunächst schleifen wir die Fasern der Kokosnuss ab, bis wir eine schöne, glatte Oberfläche erzielt haben. Dann schrauben wir den Sprühknopf des Seifenspenders ab und füllen den Inhalt in ein anderes Gefäß. Der Schraubverschluss der Seifenspenderflasche wird nun abgesägt oder so abgeschnitten, dass noch ein Rand bleibt, der von innen in die Kokosnuss geklebt werden kann. Damit haben wir gleichzeitig eine Schablone, mit der wir die Aussparung in der Kokosnuss anzeichnen können. Weil aber die drei kleinen Näpfchen einer Kokosnuss manchmal extrem labil sind, müssen sie nach oben. Wir suchen uns also das Schwächste davon aus.
Dieses wird nun so angebohrt, dass die drei stabilen Hauptstreben der Kokosnuss unbeschädigt bleiben. Diese asymmetrische Markierung wird schließlich ausgefeilt, bis der Schraubverschluss genau durchpasst.

Oberteil der Kokosnuss markieren und sägen

Unser gefeiltes Loch soll der oberste Teil des Seifenspenders werden und nicht schief stehen. Deshalb muss auch das Oberteil so schräg markiert werden, dass dieses Loch in der Mitte steht. Ebenso sollte eine Markierung gesetzt werden, damit man beide Teile exakt so wieder aufeinander bekommt. Jetzt sägt man diese Kappe der Kokosnuss sauber ab und entfernt das Fruchtfleisch. Zum Vorschein kommt die holzige Innenseite der Kokosnuss, die aber noch wasserdicht gemacht werden muss. Dazu nehmen wir das Silikon und schmieren Korpus und Deckel damit ein. Der Schraubverschluss wird ebenfalls damit eingeklebt. Um das Silikon super glatt zu bekommen, kann man sich etwas der vorher umgefüllten Seife auf die Finger geben und damit verreiben, dann heißt es warten, bis das Silikon fest geworden ist.

Kokosnuss-Spender. Korpus und Füße bauen

Füße senkrecht verleimen Seifenspender im Eigenbau

Nach allermindestens einer Stunde (je nach Silikonsorte) kann man es wagen beide Teile miteinander zu verkleben. Beide Ränder werden dazu mit Silikon (oder wasserdichtem Leim) eingestrichen und anhand der Markierung leicht aufeinander gepresst. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit können sowohl der herausgedrückte Überschuss, als auch die Markierstriche abgefeilt werden. Da der Kokosnuss nun die Materialdicke des Sägeschnittes fehlt, kann auch dieser Übergang nahezu unsichtbar heruntergearbeitet werden.

Nun ist es an der Zeit die Füßchen zu machen. Dazu werden kurze Stücke vom Ästchen abgesägt. Die eine Seite im Winkel von 90°, die andere in etwa 45°. Das hängt von der Form Ihrer persönlichen Kokosnuss ab.
Wichtig ist dabei zu bedenken, dass von oben Druck auf den Seifenspender ausgeübt werden wird. Die Füßchen sollten deshalb senkrecht stehen und nicht gespreizt! Der 45° Winkel der Füßchen wird also an den Bauch der Kokosnuss geklebt und nicht umgekehrt.
Silikon wird hier nicht halten, dazu brauchen Sie Holzleim oder Sekundenkleber. Drei Füße stehen auf jedem Untergrund stabil, das ist ein physikalisches Grundprinzip. Sollte einer davon zu lang sein oder der Abstand der Kokosnuss zum Boden zu groß können Sie jederzeit kürzen.

Basteln mit der Kokosnuss- das erstaunliche Finale

Das Holz einer Kokosnuss ist nicht wasserdicht, auch wenn das viele Leute glauben mögen. Legen Sie mal eine Kokosnuss 2 Monate in den Kühlschrank, und Sie werden sich wundern wo die Kokosmilch geblieben ist.
Weil es in Küche oder Bad nichts nutzt, wenn nur die Innenseite dicht ist und die Seife nicht ausläuft, sollten wir die Kokosnuss auch von Außen abdichten. Damit das Kokos-Holz und die Füßchen nicht aufquellen, wenn sie nass sind, geschieht das ebenfalls mit Silikon. Auch hier verwenden wir den Trick mit Flüssigseife oder Spüli. Das verblüffende Resultat ist ein hochglänzendes, absolut wasserdichtes Design-Objekt. Die Bewunderung Ihres Freundeskreises ist Ihnen damit sicher :-)