Holzeisenbahn selber bauen

Vom Gartenabfall zur Holzeisenbahn. Eine Holzlokomotive selber bauen, in 4 Schritten und mit 18 Schnitten.

Holzeisenbahn selber bauenDie Entsorgung von Gartenabfällen bedeutet immer Arbeit. Aber was, wenn man etwas mehr davon investiert und kultige Gegenstände damit herstellen kann? Ein großer Spaß für Jung und Alt - besonders, wenn Jung damit auch noch beschenkt werden kann. Hier also eine Anleitung, wie man in einer halben Stunde eine Lokomotive aus Holz baut.

Was man dazu braucht sind nur wenige Materialien und Werkzeuge. In unserem Fall bestehen die Materialien aus den Resten einer Zierkirsche, die aus einem Garten weichen mußte. Es sind:

  • Ein armdicker Astabschnitt (ca. 10cm Durchmesser)
  • Ein daumendicker Astabschnitt (ca. 2,5cm Durchmesser)
  • Ein paar gerade, bleistiftdicke Ästchen aus beliebigem Holz (etwas mehr als 6mm Durchmesser, bei uns ist es Ahorn vom Wegesrand)
  • Und für den optimierten 'Fahrspaß' acht 8mm Unterlegscheiben.

Holzeisenbahn selber bauenAn Werkzeug braucht man lediglich einen 6er und einen 8er Bohrer, ein scharfes Messer sowie eine Säge. Das war's und schon es kann losgehen!

Zunächst sägt man einen Abschnitt des dicksten Astes auf etwa 12cm ab. Dieser wird nun wie in den Fotos zurechtgeschnitten. Dabei sind exakte Maße und Winkel ziemlich unwichtig, denn die Kult-Lokomotive soll ja genau so natürlich gewachsen wirken, wie sein Material.
Ist der Rohling zurechtgesägt, werden die Löcher für die Aufnahme der Achsen gebohrt. Hierzu nimmt man den 8er Bohrer, damit die Achse von 6mm viel Spiel hat und sich später gut drehen kann. Deshalb geht es jetzt direkt an die Räder; Hierzu wird der 2,5cm Ast in der Mitte mit 6mm gebohrt. So tief, daß man danach 4 Räder davon absägen kann. Und hierzu sei gesagt, daß die Bohrung eben NICHT genau in der Mitte sein muß. Denn je dezentrierter diese Bohrung ist, desto mehr 'Action' entsteht, wenn man später die Holz-Lok schiebt. Sie eiert dann, sie schwingt und neigt sich, und wirkt dadurch lebendig.

Nun müssen aus den dünnsten Ästchen die Achsen hergestellt werden. Zu diesem Zweck werden die Enden mit einem scharfen Messer auf 6mm geschnitzt und dann in die Räder gesteckt. Dabei nicht vergessen, daß die Unterlegscheiben auch noch ein paar Millimeter dick sind und die Überstände erst dann abgesägt werden können, wenn eine komplette Achse montiert ist.

Schließlich wird noch der 'Dampfkessel' und der 'Schornstein' aus dem 2,5cm Ast gesägt. Die Reste der 6mm Ästchen dienen dabei als kostenlose Dübel. Der Witz an unserer neuen Konstruktionsweise ist, daß sie bombenfest ist, weil der zweite Dübel für den Schlot rechtwinklig dazu sitzt. Es ist also noch nicht mal ein einziges Tröpfchen Leim für diese Bastelanleitung nötig. Und deswegen kann das Ganze auch jederzeit wieder in sämtliche Komponenten zerlegt werden, falls mal ein Teil kaputt gegangen ist. Deshalb noch eine schräge Idee: Wenn Sie unsere Holzlokomotive nachbauen, verschenken Sie es als Puzzle- also in allen Einzelteilen.

Letzte Bemerkungen noch: Verwenden Sie am besten trockenes Holz. Wenn nicht wird es möglicherweise später aufreißen. Das hat auch seinen Charme, muß aber nicht unbedingt sein. Uns ist das passiert, weil wir's nicht abwarten konnten und mußten für die Fotos den Schaden reparieren- egal, hat funktioniert und auch Spaß gemacht ;-) Wie man einen Waggon aus Holz baut sollte mit dieser Beschreibung eigentlich überflüssig sein. Der Bau dauert nur die Hälfte der Zeit, aber wie Sie Lok und Wagen verbinden bleibt Ihnen überlassen. Ein paar Reißzwecken mit Bindfaden könnten's genau so gut richten, wie Bilderhaken.. oder gar Magnete? Viel Spaß also, mit unseren verrückten Gartenideen, die sogar Gartenabfällen Leben einhauchen.

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