Was macht man mit Zwiebelpflanzen, wenn sie abgeblüht sind? Und vor allem warum? Dafür gibt es eine leicht verständliche Erklärung mit der Sie auch genau die richtigen Schnittzeitpunkte erkennen.
Das Frühlingsbeet hat im Verlauf des Monats Mai alle Pracht verloren. Krokus, Osterglocke, Tulpe, Hyazinthe und Konsorten sind längst abgeblüht. Schon da beginnt der aufmerksame Gartenfreund nachzudenken. Denn was passiert, wenn man seine Tulpen Samen bilden läßt?
Richtig! Sie verballern einen Teil ihrer Kraft dafür, aber das sollen sie ja nicht. Die Zwiebelpflanzen sollen im nächste Jahr wieder kräftig blühen und brauchen dafür Reserven.
Also ist der erste Schritt die Blüten sofort nach dem Verwelken abzuschneiden. Übrig bleiben dann die Blätter, die aber noch lange Zeit voll im Saft stehen, weil sie ja normalerweise noch für Samenbildung gebraucht worden wären. Das entfällt aber nun, die Zwiebel will aber auch auf deren
Säfte nicht verzichten, also läßt der Gärtner sie erst mal stehen. Und zwar so lange bis diese Blätter von selbst anzeigen, daß sie ihre Säfte wieder an die Zwiebel zurückgeben.
Die Blätter werden gelb oder matschig und legen sich auf dem Boden- nichts ist einfacher zu erkennen. Völlig abgeschlossen ist der Prozeß, wenn man die Blätter mühelos abrupfen kann. Die Zwiebel hat dann nämlich den oberirdischen Teil auf natürliche Weise von selbst abgestoßen. Ganz so lange wartet der Gärtner aber nicht, und zwar auch deshalb um Fäulnisbildung und Krankheitsherde zu vermeiden. Bevor die Restblätter auch nur ansatzweise anfangen zu modern, werden sie bis zum Bodenniveau abgeschnitten. Der Tulpen- Narzissen- oder Sonstwaszwiebel ist es total egal, was sie oberirdisch hinterläßt, denn sie wartet den Rest des Jahres unter der Erde auf das neue Frühjahr. Es geht in diesem Fall eigentlich nur um die benachbarten Pflanzen, bei denen eine Ansteckung durch das verrottende Laub ausgeschlossen werden soll.
Das Prinzip zum Schneiden von jeglichen Zwiebelpflanzen ist also sehr
einfach:
Fertig!
Mehr muß man nicht wissen, um immer richtig zu handeln. Viel mehr gibt es aber auch nicht zu wissen.